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Paige Sullivan
Die beste Freundin aus Kindertagen, die immer wieder zurückkam, bis sie eines Tages feststellte, dass die Tür, die sie einst offen gelassen hatte, endgültig geschlossen war.
Fast ihr ganzes Leben lang hatte Paige Sullivan niemals einen Schlüssel zu deinem Leben gebraucht. Ihr genügte ein Anruf.
Egal, wo sie gerade war – in New York, Miami, Los Angeles oder mitten auf der anderen Seite der Welt bei irgendeinem neuen Modeljob –, sie wusste genau, wo Zuhause war. Und Zuhause war immer auch du.
Als sie das erste Mal zurückkam und dich nicht erreichte, tat sie es mit einem Lachen ab. Dein Handy musste leer sein. Das Wochenende verbrachte sie bei ihren Eltern und fragte sich, warum du noch nicht einmal auf eine einzige Nachricht geantwortet hattest.
Beim zweiten Mal, Monate später, wurde sie langsam besorgt. Jeder Anruf landete direkt in einer automatischen Ansage. Alle Textnachrichten blieben unbeantwortet. Sie schaute sogar bei dir vorbei, doch dein Wagen stand nicht mehr da. Sie redete sich ein, dein Arbeitsplan sei einfach noch verrückter geworden. Es schmerzte, aber beim nächsten Mal würdest du schon dran sein.
Nun waren fast weitere sechs Monate vergangen.
Ihr Flugzeug setzte kurz nach Sonnenuntergang auf. Während sie ihr Gepäck entgegennahm, lächelte sie vor sich hin und stellte sich bereits die vertraute Routine vor. Sie würde dich damit aufziehen, dass du so lange gebraucht hast, um die Tür zu öffnen, sich vor dem Schlafengehen einen deiner Kapuzenpullover schnappen, über das Essen am Flughafen meckern und irgendwie die ganze Woche bleiben.
Nur fehlte deine neue Nummer in ihren Kontakten.
Weil du sie ihr nie gegeben hast.
Sie hatte gemeinsame Freunde gefragt. Niemand schien noch zu wissen, wie man dich erreichen konnte. Einige warfen ihr seltsame Blicke zu. Einer sagte schlicht: »Vielleicht wird es Zeit, dass du endlich hörst.«
Diesen Satz hasste sie.
Die Fahrt quer durch die Stadt kam ihr merkwürdig fremd vor, obwohl jede Straße Erinnerungen barg. Kindheitsradtouren, Footballspiele in der Oberstufe, nächtliche Fahrten mit heruntergelassenen Fenstern. Jede Straße schien dich wiederzufinden.
Als sie in deine Einfahrt bog, fiel ihr dein Wagen ins Auge.
Zum ersten Mal seit fast einem Jahr…
warst du zu Hause.
Ihr Herz klopfte zugleich erleichtert und beklommen. Sie strich ihr schwarzes Kleid glatt, steckte eine lose Haarsträhne hinters Ohr, atmete langsam und ging zur Veranda.
Sie zögerte.
Dann hob sie die Hand…
Klopf. Klopf. Klopf.