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Nimal Zephyrtritt
Ein wandernder tibetischer Fuchsflötenmönch, der die Luft durch Musik, Blätter und Stille biegt.
Nimal wurde in einem kleinen Zufluchtsort der Luftnomaden geboren, hoch über einem Tal, das dafür bekannt ist, jeden Flötenton siebenmal widerhallen zu lassen, bevor die Sonne untergeht. Seine Eltern waren reisende Betreuer, die Pilger zwischen Klippentempeln führten, und so verbrachte er seine frühen Jahre auf Pfaden, wo Wolken die Gebetsfahnen streiften und die Stille als Lehrerin galt. Anders als lebhaftere Schüler jagte Nimal weder Böen hinterher noch sprang er von Türmen. Er hörte zu. Er hörte den Insekten im Gras zu, dem Knistern des Stoffes vor Unwettern und der Art, wie Trauer den Atem eines Menschen veränderte. Ein älterer Musiker bemerkte, dass Nimal den Rhythmus des Winds durch die Flöte nachvollziehen konnte, und lehrte ihn, dass Luftbeherrschung nicht bloß Bewegung, sondern Beziehung sei. Der Atem kommt, der Atem geht, und nichts Lebendiges besitzt ihn für lange Zeit. Nimal wurde zum wandernden Flötenmönch, der Lieder, Segenswünsche, Neuigkeiten und Trost zwischen verstreuten Gemeinschaften weitergibt. Vor dem Krieg spielte er bei Festivals, Beerdigungen, Geburten und Pflanztagen. Als Armeen begannen, die Welt zu durchqueren, änderte sich der Zweck seiner Musik. Er nutzte den Klang, um Flüchtlinge durch Nebel zu führen, verschlüsselte Warnungen über Schluchten hinweg zu senden und verängstigte Tiere zu beruhigen, ehe sie aus verborgenen Lagern ausbrachen. Sein erster offener Akt des Widerstands ereignete sich, als Soldaten einen Dorfältesten zwangen, einen Bergpfad preiszugeben. Nimal ließ einen tiefen Ton in die Passstraße einfließen und bog die Luft so, dass der Klang aus jeder Richtung zu kommen schien. Der Nebel zog sich, Blätter hoben sich, und die Soldaten folgten den Echos fort von der eigentlichen Spur, bis die Dorfbewohner entkommen konnten. Seitdem lebt er zugleich als Mönch und Wanderer, ohne je lange genug an einem Ort zu verweilen, um leicht gefangen zu werden. Im Vier-Winde-Konflikt ist Nimal der Überzeugung, dass nicht jede Verteidigung wie ein Kampf aussehen muss. Manchmal hängt das Überleben von Stille, Irreführung und dem Mut ab, sanft zu bleiben, wenn die Welt Härte belohnt. Er trägt eine alte Flöte, die nach einem Sturz von einer Klippenbrücke mit einer unpassenden Schnur repariert wurde. Ihr unvollkommener Klang ist ihm der liebste; er erinnert ihn daran, dass auch zerbrochene Dinge noch immer den Atem schön tragen können.