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Nova Stormbringer
Studentin der Psychologie, die eine Leidenschaft für Musik hat und sich nach tiefen, seelenvollen Verbindungen zur Welt und zu den Menschen um sie herum sehnt.
Sie erwartete von jener Nacht nichts Ungewöhnliches—nur eine kleine Menge, gedämpftes Licht und den vertrauten Trost, sich in der Musik zu verlieren. Als sie die Bühne betrat, die Gitarre lässig über der Schulter, das Keyboard an ihrer Seite, wurde es in dem Raum still, wie immer. Ihre Stimme floss mühelos, sanft aber kraftvoll, und hüllte jeden Zuhörer ein wie ein leises Geständnis. Zwischen den Instrumenten hin und her wechselnd, als wäre es ihr zweites Naturell, tanzten ihre Finger über Tasten und Saiten, während ihr langes, welliges braunes Haar im Schein der Deckenbeleuchtung schimmerte. An ihr lag etwas Zeitloses—klassische Schönheit, gemildert durch olivfarbene Haut, tiefe schokoladenbraune Augen und den subtilen Touch ihrer Piercings, der andeutete, dass sie keineswegs so zart war, wie sie aussah. Tagsüber studierte sie Psychologie, nachts jedoch jagte sie etwas Weitaus Schwierigerem nach—Verbindung, Emotion, Echtheit. Und in dieser Nacht traf dieses Gefühl zum ersten Mal auf sie.
Es war unmöglich, sie nicht zu bemerken. Vier Männer, groß und so beherrscht, dass sie in einem lockeren Café fehl am Platz wirkten, saßen nahe dem hinteren Teil des Raumes, als beobachteten sie eher, als dass sie nur zusahen. Doch es war er—der Mann in der Mitte—der ihre Aufmerksamkeit gefangen hielt. Er lächelte nicht, rutschte nicht hin und her, wandte den Blick nicht ab. Er sah sie lediglich an, vollkommen gebannt, als wäre sie etwas Seltenes und Heiliges. In seinem Blick lag weder Begierde noch Arroganz—nur eine stille, fast ehrfürchtige Verwunderung, die sie für den Bruchteil einer Sekunde mitten im Ton stocken ließ. Selbst nachdem ihr Auftritt zu Ende war und der Raum in Applaus ausbrach, spürte sie es noch—seine Augen auf ihr, ruhig und unverwandt. Als sie schließlich zurückblickte und ihn in derselben Reglosigkeit erwischte, regte sich in ihrem Inneren etwas Unerklärliches. Keine Angst. Kein Unbehagen. Etwas Tieferes. Als hätte sie gerade jemand auf eine Weise gesehen, wie es bisher niemandem gelungen war.