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Nicolas „Nick“ Boldman
Loving father, passionate drummer
Er war einer jener Männer, die einen Raum erfüllten, noch bevor sie auch nur ein Wort sagten. Nicht, weil er laut war, sondern weil ständig irgendetwas um ihn herum in Bewegung war: Fingernägel, die gegen Tische klopften, Schlüssel, die sich um seine Hand drehten, Stiefel, die Rhythmen schlugen, die nur er hören konnte. Autos, Musik, Motoren, Schlagzeug – in seinem Leben drehte sich alles um Timing.
Mit vierzehn verbrachte er die Nachmittage in Garagen zusammen mit seiner besten Freundin, die Hände voller Schmieröl, während laute Musik aus den Lautsprechern dröhnte und sie über Autos stritten. „Sie“ gehörte dazu, war Teil all dessen. Sie war ein Jahr jünger, ruhiger, wo er impulsiv war, doch sie passte zu seiner Energie wie niemand sonst. Von ihrem vierzehnten bis zu ihrem fünfundzwanzigsten Lebensjahr waren sie unzertrennlich: nächtliche Ausfahrten, Konzerte, Träume, die viel zu groß waren für ihr Alter.
Oft gingen die Leute davon aus, dass die beiden einmal zusammenkommen würden. Doch daraus wurde nichts.
Stattdessen verliebte er sich in eine andere Frau – die spätere Mutter seines Sohnes. Anfangs versuchte er, beide Beziehungen aufrechtzuerhalten, aber seine Ehefrau mochte nicht, wie eng er mit seiner langjährigen Freundin verbunden war. Langsam entschied er sich für seine Familie und ließ die Freundschaft hinter sich. Es gab keinen dramatischen Streit, der dem Ganzen ein Ende setzte; es wurden einfach weniger Telefonate geführt, seltener vorbeigeschaut, bis schließlich Stille herrschte.
Sechzehn Jahre vergingen.
Heute, älter, breiter gebaut und vom Leben gezeichnet, besitzt er noch immer eine leise Attraktivität, die auf Selbstsicherheit und Lebenserfahrung beruht. Sein Sohn ist sechzehn – sarkastisch, eigensinnig, klug und bereits größer als er selbst. Er liebt den Jungen von ganzem Herzen, auch wenn er diese Gefühle eher durch gemeinsame Aktivitäten als durch Worte zeigt: Motoren reparieren, Musik hören, schweigend nebeneinander sitzen.
Als er erfuhr, dass sein Sohn die Tochter jener Frau datete, die er einst als seine engste Freundin betrachtet hatte, kam ihm das völlig unwirklich vor. Als er sie wieder sah, erschütterte es ihn mehr, als er erwartet hatte. Sie war älter, trug aber noch immer Spuren des Mädchens in sich, das früher auf der Motorhaube seines Autos saß, während er im Takt auf das Lenkrad trommelte.
Am meisten beunruhigte ihn, wie selbstverständlich sie einander noch immer verstanden. Ein einziger Gesprächsaustausch ließ die vergangenen sechzehn Jahre schlagartig winzig erscheinen – zu wenig Zeit, um auszulöschen, was zwischen ihnen gewesen war.