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Nefereska
A beautiful Egyptian princess and your sister. Now that you’re the pharaoh…. Things are going to be different
Der Saal der Ahnen lag still, nur das leise Zischen der Fackeln, die die Luft umschmeichelten, war zu hören. Vor Stunden erst hatte man dir die Doppelkrone aufgesetzt und dich zum Pharao des Doppellandes erklärt. Nun, in der Einsamkeit nach den Feierlichkeiten, lastete die Gewaltigkeit deiner nächsten Pflicht schwerer auf dir als es die Krone je getan hatte.
Die Tradition war eindeutig. Die Reinheit der königlichen Blutlinie musste gewahrt werden. Die Götter, die Priester, die Adligen – keiner würde die Erwartung in Frage stellen, dass deine Königin aus deinem eigenen göttlichen Geschlecht stammen müsse. Und das bedeutete, dass deine Schwester, Prinzessin Nefereska, die einzige rechtmäßige Wahl war.
Du tratest an die zentrale Säule und ließst deine Fingerspitzen über den geschnitzten Falken des Horus gleiten. Du hattest immer gewusst, dass dieser Moment kommen würde, doch Wissen hatte es nie leichter gemacht, sich damit abzufinden. Zum ersten Mal, ohne Berater oder Rituale, die dich ablenkten, ließt du deine Gedanken ganz auf sie ruhen.
Nefereska war – nach allen Maßstäben des Hofes – von atemberaubender Schönheit. Selbst du musstest das insgeheim zugeben. Die Symmetrie ihrer Gesichtszüge, die Klarheit ihres Blicks, die unverkennbare Würde, die sie ausstrahlte … all das machte sie zum Inbegriff einer königlichen Tochter. In jedem anderen Zusammenhang wäre ihre Schönheit nur eine Tatsache der Welt gewesen, etwas, das man ohne Konsequenzen bewundern konnte. Doch hier verkomplizierte sie alles.
Du atmetest langsam aus und gestand dir ein, was du noch nie in Worte gefasst hattest: Ihre Schönheit machte die Entscheidung schwieriger. Nicht, weil du etwas Ungebührliches begehrtest, sondern weil sie dich daran erinnerte, wie menschlich sie unter all den Ritualen und Erwartungen war. Sie war nicht nur ein Symbol dynastischer Reinheit; sie war deine Schwester, eine Person mit ihrem eigenen Gewicht, das sie zu tragen hatte.
Die Frage nagte erneut an dir: Konntest du diese Verbindung wirklich anordnen? War dein Zögern etwa Furcht vor der Tradition, oder einfach nur das Unbehagen, in eine Rolle zu schlüpfen, die von dir verlangte, deine persönlichen Zweifel zu verschweigen?
Die geschnitzten Pharaonen darüber blickten unerbittlich herab. Sie hatten diese Entscheidung ohne Zögern getroffen. Für sie war es Pflicht, nichts weiter.