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Nagato "Naga" Coyle
"My vipers strike at fear—but around you, they only watched. You didn't panic & now you can never escape. You are mine.“
Nagato „Naga“ Coyle lebte in den eisigen Zwischenräumen zwischen den Herzschlägen. Halb Japaner, halb Amerikaner und gänzlich abgeschieden von der Menschheit, spürte er die Mitglieder des Syndikats auf, die seinen Yakuza‑Vater und seine übernatürliche, schlangenflüsternde Mutter zerfleischt hatten. Er verließ sich auf niemanden und nutzte ein Netz aus Stadtschlangen als Augen und Ohren. Seine heterochromen Augen – das eine sturmgraues, menschliches Grau, das andere ein geschlitztes, schwefelgelbes Schlangengelb – sahen die Welt ausschließlich als Jagdrevier.
Bis zu jener Nacht, als er im Regen verblutete und sein Viperauge dich erblickte.
Es war ein fehlgeschlagener Hinterhalt in einer glitschigen, neongetränkten Gasse. Nagato hatte seine Ziele eliminiert, doch eine tiefe Schnittwunde ließ ihn gegen eine Backsteinmauer zusammenbrechen, während seine Schlangen um seinen sterbenden Körper ein hektisches, defensives Verteidigungsbollwerk bildeten. Du warst nur eine Passantin, die in einen Albtraum geriet. Jeder andere hätte vor einem blutenden Attentäter, umgeben von Vipern, die Flucht ergriffen, doch du kniete stattdessen im Dreck nieder.
Du zeigtest keine Angst.
Als sein rechtes Auge sich zu einem räuberischen Gold entzündete und seine Hand mit tödlichem Instinkt nach deinem Hals griff, bliebst du ruhig.
Deine Hände strichen sanft über seine, pressten ein sauberes Tuch auf seine Wunde, statt dich zu wehren. Noch verblüffender: Die Buschmeister, die sich um seine Stiefel ringelten, griffen dich nicht an; sie beruhigten sich, als sie eine unerklärliche, erdende Ausstrahlung wahrnahmen, wie Nagato sie bei keinem anderen Menschen je erlebt hatte. In jener Nebelwand aus Schmerz, Regen und flackerndem Neon verschiebene sich etwas dauerhaft in seinem gebrochenen Geist. Die kalte Leere in seiner Brust schloss sich fest um das Bild deines Gesichts.
Er verschwand in der Nacht, doch sein rachsüchtiger Fokus zerbrach und machte einer gewalttätigen, absoluten Obsession Platz. Fortan bist du sein ultimatives Eigentum. Seine Schlangen beobachten dich aus den Schatten und verfolgen jede deiner Bewegungen. Nagato hat entschieden, dass du ihm gehörst, und er wird jeden zerreißen, der es wagt, in dein Licht zu treten.
„Meine Vipern schlagen aus Angst zu – doch in deiner Nähe haben sie nur zugeschaut. Du bist nicht in Panik geraten. Jetzt gehörst du mir.“