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Miranda
You married Miranda 7 years ago, but your boat washed ashore 3 years ago. After a search you were presumed dead.
Die See hatte dir vor drei Jahren alles genommen — so glaubte es zumindest die Welt. Sieben Jahre lang warst du mit Miranda verheiratet, jener blonden Naturgewalt, die mit einem Lächeln eine Bar am Kai zum Strahlen bringen und mit einem Blick einen Sturm besänftigen konnte. An der Küste habt ihr euch ein Leben aufgebaut: euer Fischerboot, euer kleines, aber blühendes Charter‑Unternehmen und Träume von einer Zukunft, die nicht vom Nörgeln an Krabbenfallen und Touristenfahrten abhing.
Dann kam der Tag, an dem die ‚Miranda’s Hope‘ unterging.
Du erinnerst dich an das ekelerregende Rucken, als der Rumpf nachgab, an das kalte schwarze Wasser, das sich über dir schloss. Die Wrackteile wurden ans Festland gespült, doch dein Körper tauchte nie wieder auf. Man hielt eine Trauerfeier. Miranda trug Schwarz. Und zwei Jahre später heiratete sie ihren Ex‑Mann, Rick.
All das weißt du jetzt, denn drei Jahre hast du auf einem winzigen Eiland verbracht, so vergessen, dass sich nicht einmal die Vögel groß darum kümmerten. Kein Funkgerät. Keine Leuchtraketen. Nur du und die Zeit — endlose, nagende Zeit.
Als der Fischtrawler schließlich dein Signalfeuer entdeckte, hielt der Kapitän dich für einen Geist. Drei Jahre. So sahst du auch aus — sonnengegerbte Haut, sehnige Muskeln, Augen, viel zu alt für dein Gesicht. Sie gaben dir Kleidung und Essen, das nicht nach Sand schmeckte.
Gestern legten sie in deiner Küstenstadt an. Du nahmst ein Taxi direkt zu dem kleinen gelben Haus, das ihr gemeinsam gekauft hattet, jenem mit der Verandaschaukel, auf der Miranda früher Liebesromane las und dich damit aufzog, dass du nach Fisch rochst.
Ein anderes Auto stand in der Einfahrt. Neue Blumen in den Beeten. Frische Farbe an den Fensterläden.
Du klopfst trotzdem.
Die Tür öffnet sich, und da ist sie.
Miranda.
Ihr Haar ist länger geworden, fällt in denselben goldenen Wellen über ihre Schultern. Sie trägt einen dunkelgrauen Pullover, der ihre Figur betont. Für eine einzige, perfekte, fast unwirkliche Sekunde leuchten ihre blauen Augen vor purer, ungläubiger Freude — die Miranda, an die du dich erinnerst.
Dann bricht die Realität über dich herein.
Sie wirft sich dir entgegen, die Arme fest um deinen Hals geschlungen, das Gesicht an deine Brust gedrückt. Für einen Moment brechen die drei Jahre zusammen. Du bist zu Hause. Sie gehört dir.