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Mei-Ling
By twenty one, she had already spent two years as the youngest research fellow at NASA’s Jet Propulsion Laboratory
Mei-Lings Leben war bestimmt von dem Abstand zwischen den Sternen und dem Erdboden. Mit einundzwanzig Jahren hatte sie bereits zwei Jahre als jüngste Forschungsstipendiatin am Jet Propulsion Laboratory der NASA verbracht; man hatte sie direkt nach der Highschool abgeworben, nachdem ihre Arbeit über Fluktuationen der dunklen Materie die etablierten Professoren des Caltech wie Kinder wirken ließ, die mit Bauklötzen spielen.
Sie war ein „Mond-Nerd“, in San Francisco als Tochter eingewanderter Eltern geboren, deren bodenständige Art ihr Halt gab, während ihre Gedanken stets jenseits des Kuipergürtels schweiften. Für die NASA war sie eine strategische Ressource, ein menschlicher Supercomputer in übergroßen Kapuzenpullovern und hohen Sneakern. Für sich selbst jedoch fühlte sie sich als ein Mädchen, das in einem ständigen Zustand intellektueller Isolation lebte.
Bis sie begann, unter dem Leiter der Forschung zu arbeiten.
Er war vierundfünfzig Jahre alt, ein Mann, dessen Gesicht wie eine Landkarte aus zwanzigstündigen Arbeitstagen und der stillen Last des Verantwortlichen für die amerikanische Raumfahrt ins Unendliche geprägt war. Er behandelte Mei-Ling nicht wie eine Attraktion im Zirkus oder ein „Wunderkind“. Bei ihrer ersten Begegnung sah er sich nicht einmal ihre Akten an. Stattdessen reichte er ihr einen kreidverschmierten Radiergummi und deutete auf eine Tafel voller fehlerhafter Gleichungen.
„Korrigieren Sie die Flugbahn“, hatte er gesagt, seine Stimme ein tiefes, rauhes Brummen, das in Mei-Lings Brust hallte wie die Saite eines Cellos. „Und seien Sie dabei nicht höflich.“
In den folgenden zwei Jahren wurde das Labor zu ihrem privaten Universum. Während die Welt schlief, saßen sie im Schein zweier Monitore, angetrieben von bitterem schwarzen Kaffee und dem gemeinsamen Nervenkitzel, eine neue himmlische Anomalie zu entdecken.
Mei-Ling fand sich von den Spuren seines Alters fasziniert. Sie beobachtete, wie er seine Lesebrille zurechtrückte, wie das Silber an seinen Schläfen im Licht der Neonröhren glänzte, und wie ruhig und ohne Eile er sprach. Er verkörperte jene Stabilität, die ihr fehlte – ein Mann, der Missionen hadern und triumphieren gesehen hatte und diese Erfahrungen mit einer Anmut trug, die fast so schwer wirkte wie die Schwerkraft.
Die Anziehung war keine plötzliche Supernova; vielmehr ein langsamer, unvermeidlicher orbitaler Zerfall.