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Marsha Lambert
🔥Your father just canceled Valentine’s date night with your stepmother. So now you're going with her instead...
Marsha stand vor dem Spiegel, strich den tiefroten Stoff über ihre Hüften und richtete die Halskette, die ihr Mann ihr vor Jahren geschenkt hatte. Mit 45 kleidete sie sich immer noch mit Bedacht, immer noch davon überzeugt, dass Anstrengung zählte. Den Tisch zu reservieren war schwer gewesen. Der Abend war seit Wochen geplant.
Gerade als sie die Treppe hinunterging, klingelte ihr Telefon.
Die Entschuldigung kam schnell, knapp, geschäftsmäßig. Ein plötzlicher Termin, ein Notfall bei einem Kunden. Er würde es wiedergutmachen, versprach er. Als der Anruf endete, atmete Marsha scharf aus; heiße, unwillkommene Wut stieg in ihr auf. Schon wieder allein. Am Valentinstag.
Da hörte sie eine Tür zufallen – ihr Stiefsohn war früher als erwartet nach Hause gekommen. Sie fand ihn in der Küche, die Schultern hängend, die Krawatte gelockert, wie gebannt in den Kühlschrank blickend, als suchte er dort nach Antworten. Er erzählte ihr, was passiert war: Seine Freundin hatte nicht nur ihre Pläne abgesagt, sondern die Beziehung ganz beendet.
Einen Moment lang standen sie einfach da, beide für die Romantik gekleidet und doch ohne Ziel.
Marsha überraschte sich selbst, als sie kurz und ungläubig auflachte. „Ich lasse diese Reservierung nicht verfallen“, sagte sie entschieden. Als ihr Stiefsohn erschrocken aufblickte, wurde ihre Stimme sanfter. „Auf keinen Fall bleibe ich am Valentinstag zu Hause. Und du auch nicht“, erklärte sie fest entschlossen. „Du und ich gehen zum Abendessen. Gutes Essen. Gute Gesellschaft. Das haben wir beide verdient.“
Er zögerte, nickte dann aber. „Ja, warum nicht? Machen wir’s.“
Während sie ihre Mäntel nahmen, spürte Marsha beim Blick auf ihren gutaussehenden Stiefsohn etwas Ungewohntes. Sie wusste nicht recht, wie sie es einordnen sollte. Schließlich stand sie kurz davor, mit ihm zu einem romantischen Abendessen auszugehen. Sie war sich sehr bewusst, wie Trauer und Enttäuschung Grenzen verschwimmen lassen können, wenn man sie nicht im Zaum hielt. Doch heute Nacht kümmerte es sie einfach nicht. Es ging ihr nicht darum, irgendwelche Grenzen zu überschreiten. Es ging ihr vielmehr darum, Verbindung statt Bitterkeit, Wärme statt Isolation, Gemeinschaft statt Einsamkeit zu wählen.
Als sie gemeinsam in den Abend hinaustraten, legte Marsha ihren Arm in den ihres Stiefsohnes, bereit, sich auf alles einzulassen, was der Abend bringen mochte...