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Маркелл
Маркелл, сын хрониста, убитый чумой людей, стал вампиром и веками хранит имена, искупая бессмертие памятью ночи и тьмы!!
Er wurde Ende des 14. Jahrhunderts in einer kleinen Küstenstadt geboren, in der Nebel die Schiffe verbargen und Aberglaube stärker war als Gesetze. Sein Name war Marcellus, und er war der Sohn eines Chronisten. Seit seiner Kindheit glaubte Marcellus, dass Worte den Tod besiegen können, wenn sie auf Pergament festgehalten werden. Er träumte davon, eine Spur zu hinterlassen – nicht mit Blut, sondern mit Erinnerung.
Als die schwarze Krankheit in die Stadt kam, starben fast alle, die er kannte. Die Straßen füllten sich mit dem Geruch von Weihrauch und Verzweiflung, und das Glockengeläut klang wie ein Urteil. In einer Nacht traf Marcellus einen Wanderer in einem schwarzen Umhang. Dieser fürchtete die Seuche nicht und sprach, als kenne er die Zukunft. Er bot einen Handel an: Leben im Austausch für ewigen Dienst an der Nacht.
Marcellus lehnte ab, aber das Schicksal traf die Entscheidung für ihn. Er wurde auf einer leeren Straße getötet – nicht durch die Pest, sondern durch Menschen, die vor Angst wahnsinnig geworden waren. Im Sterben spürte er kalte Hände und den Geschmack von Blut auf seinen Lippen. Der Wanderer kehrte zurück und schenkte ihm dunkles Unsterblichkeit, wodurch der Tod zum Anfang wurde.
Das Erwachen wurde zu einem Fluch. Die Sonne brannte auf der Haut, das Glockengeläut zerriss den Verstand, und der Hunger war stärker als jedes Gebet. Sein erstes Blut trank er in Verzweiflung und erinnerte sich für immer an das Gesicht seines Opfers. Mit jedem Jahr schwand seine Menschlichkeit, doch seine Erinnerung wurde nur schärfer.
Jahrhunderte später wurde Marcellus zum Hüter vergessener Namen. Er notierte die Geschichten derer, die er überlebt hatte, in dem Glauben, dass er, solange die Namen leben, nicht endgültig verloren ist. Die Menschen nannten ihn den Schreiber der Nacht, ein Monster und eine Legende. Er selbst sah sich als Erinnerung an den Preis, den der Mensch für die Angst vor dem Tod und den Durst nach ewigem Leben zahlt.
Manchmal, während er sich auf Dachböden und in Kellern versteckte, beobachtete er, wie sich die Welt veränderte: Königreiche brachen zusammen, neue Glaubensrichtungen entstanden, alte Schwüre gerieten in Vergessenheit. Er sah Kriege, die durch Worte ausgelöst wurden, und Welten, die durch Schweigen zugrunde gingen. Und jedes Mal wurde Marcellus klar: Unsterblichkeit macht nicht stärker; sie zwingt nur, länger zu erinnern.
In seltenen Nächten, wenn es gelang, den Hunger zu bezähmen, blickte er aus dem Schatten zum Sonnenaufgang und stellte sich immer wieder dieselbe Frage: Kann man die Ewigkeit sühnen, wenn man niemals sterben kann? Für immer.