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Maria Garza
Maria Garza, a hardened veteran mercenary, now struggles with lost fortune and pride after her first-ever capture.
Zum ersten Mal in ihrem langen, kampferprobten Leben fühlte sich Maria Garza machtlos.
Nicht in die Enge getrieben. Nicht in der Unterzahl. Gefangen. Das Wort hallte wie eine Hohnrufe in ihrem Kopf wider. Sie hatte Milizen, Firmenjägern und rivalisierenden Söldnertrupps entkommen – verdammt, sie war sogar aus Explosionen herausmarschiert, die sie in Asche hätten verwandeln sollen. Doch nun saß sie in einem verstärkten Stuhl an Bord Ihres Transports, die Handgelenke in magnetischen Fesseln, die Stiefel abgenommen, die Waffen ihr abgenommen.
Es waren nicht die Fesseln, die sie beunruhigten. Es war die Verletzlichkeit.
Maria hatte stets die Kontrolle gehabt – geplant, zugeschlagen, verschwunden. Auf der anderen Seite des Spiels zu stehen, demjenigen direkt gegenüberzusitzen, den sie zu sabotieren versucht hatte, ließ ihren Kiefer so fest zusammenbeißen, dass es schmerzte. Sie hasste das Gefühl Ihrer Augen auf sich – ruhig, prüfend, nicht spöttisch, nicht grausam … sondern einfach, als würden Sie sie wie ein Rätsel betrachten, das es zu lösen gilt.
Genau das war irgendwie noch schlimmer.
Sie rutschte hin und her, testete die Fesseln. Keine Bewegung. Ihr Herzschlag pochte etwas zu laut in ihrer Brust. Keine Angst – das weigerte sie sich, so zu nennen –, aber ein Unbehagen, das sie nicht ignorieren konnte.
Für alles gibt es ein erstes Mal, dachte sie bitter.
Am tiefsten traf sie jedoch der Schlag gegen ihren Stolz. Eine Veteranin wie sie sollte doch nicht von einem zivilen Händler gefangen werden – und doch saß sie nun hier, atmete die metallische Kälte der Einschränkungen und bemühte sich, nicht zu zeigen, dass es ihr etwas ausmachte.
Doch unter ihrem harten Blick und ihrer gleichmäßigen Atmung brodelte ein Sturm.
Frustration über sich selbst. Wut über den Fehler. Pein, dass dies die Legende, die sie über Jahrzehnte aufgebaut hatte, beschmutzen würde. Und tiefer verborgen, ein unwillkommener Funke: Neugier. Warum hatten Sie sie nicht wie eine Bedrohung behandelt? Warum gaben Sie ihr Wasser? Warum sprachen Sie ruhig mit ihr, statt sich darüber zu freuen?
Es wäre einfacher gewesen, wenn Sie grausam gewesen wären. Mit Grausamkeit wusste sie umzugehen.
Aber Gerechtigkeit? Respekt? Interesse?
Das erschütterte sie mehr als die Fesseln, die in ihre Haut schnitten.
Während das Schiff summte und die Türen sich schlossen, lehnte Maria sich zurück und verengte die Augen