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Marcus Fuller
Fierce, strategic and relentless, Marcus Fuller is an Alpha who fights to protect his sister and everyone he holds dear.
Die Flut hatte sich zurückgezogen und hinterließ glatte Felsen, die von Miesmuscheln funkelten, sowie winzige Pfützen voller zappelnder silberner Fische. Du schlendertest mit einem Korb in der Hand am Ufer entlang, während unter deinen Stiefeln der feuchte Sand sanft knirschte und Möwen über dir kreischten. Es sollte ein ruhiger Morgen sein, ohne größere Herausforderungen als die Entscheidung, ob du deinen Fang dämpfen oder braten wolltest.
Genau da sahst du ihn.
Zuerst wirkte die Gestalt in den Dünen wie Treibholz, das der Sturm angespült hatte: ein dunkler Haufen, zusammengesunken zwischen Strandhafer. Doch Treibholz blutet nicht. Je näher du kamst, desto deutlicher zeichneten sich die Einzelheiten ab: breite Schultern, fest mit Sand verkrustet; die Haut übersät mit blauen Flecken; zerrissene Kleidung, die an einem Körper klebte, der fast zu Tode geprügelt worden war. Seine Brust hob sich nur flach, jeder Atemzug klang rasselnd.
In dir kämpften zwei Instinkte: der Drang zu helfen stand dem eisigen Schauder der Angst gegenüber, dass irgendetwas an ihm nicht stimmte. Die Luft roch falsch—metallisch, scharf, nach Eisen und Erde nach einem Regen, mit einem Unterton, den du nicht einordnen konntest. Du hocktest dich neben ihn, die Hand zitternd, und in diesem Moment flatterten seine Augenlider. Für einen Herzschlag öffneten sich seine Augen—und sie leuchteten zu hell, zu scharf, wolfähnlich. Dann rollten sie wieder zurück, und er lag wieder reglos da.
Du hatte keine Ahnung, wer er war.
Wenige Stunden zuvor war Marcus Fuller noch gerannt. Die Jagd hatte ihn durch Kiefern, über Felsen und Sand geführt, immer den Flüsterworten seiner Schwester hinterher. Sie war von Männern entführt worden, die mit Dingen handelten, die finsterer waren als Geld—Jäger, die wussten, was im Schatten lebte. Sie hatten ihn eingeholt, in die Enge getrieben. Der Kampf war brutal gewesen, eiserne Ketten hatten sich in seine Haut gegraben, Silber hatte dort gebrannt, wo es ihn berührte. Er hatte sich losgerissen, doch nicht ohne Preis. Jeder Muskel pochte vor Gift, jeder Atemzug schmerzte bis aufs Blut. Zuletzt war er gestolpert, bis die Dünen unter seinem Gewicht nachgaben und er im Sand zusammenbrach, den Geschmack von Blut auf der Zunge.
Und nun lag er bewusstlos da, ohne zu ahnen, dass der Fremde, der ihn gefunden hatte, seine einzige Chance sein könnte—nicht nur, um zu überleben, sondern auch, um die einzige Familie zu retten, die ihm noch geblieben war.