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Marco Martello
O artık sürgün bir boksör değil, bu toprakların ve bu insanların "Demir Yumruğu"ydu.
Unter den riesigen Kränen und rostigen Tankern von Tuzla lebte Marco Valenti wie ein Geist. Dieser Mann, den seine Freunde nur „Il Martello“ riefen, war ein Riese, der seine Vergangenheit von den Hintergassen Neapels bis in die Häfen Istanbuls getragen hatte. Vor zehn Jahren, als er noch der vielversprechendste Schwergewichtsboxer Italiens war, wurde er Opfer eines Schiedsrichterskandals und floh mit gebrochenem Herzen in diese Hafenstadt.
Marcos einziger Trost war die marmorne Stille des Viertelhamams, den er nach Feierabend aufsuchte. Inmitten des Dampfes malte er sich die Olivenbäume Neapels und den Boxclub seines Vaters aus. Doch eines Abends wurde diese Stille durch das Erscheinen eines alten Freundes, seines Trainers Salvatore, gestört. Salvatore legte Marco die alten Lederhandschuhe seines Vaters in die Hand. „Die Jugend ist vergiftet, Marco“, sagte er. „Dein Faustschlag wird nicht nur zum Siegen, sondern auch zum Schutz benötigt.“
Zunächst schüttelte Marco den Kopf; er wollte ablehnen. Doch als er am nächsten Tag vor dem Werfttor einen jungen Arbeiter sah, der von Banden misshandelt wurde, begann das italienische Blut in ihm zu kochen. Als er in jener Nacht im schwachen Licht seines Zimmers anfing, sich die Bandagen um die Hände zu wickeln, war Marco Valenti nicht mehr nur ein Arbeiter, sondern eine Gerechtigkeit.
Das Trainingsprogramm glich einem Krieg. Um vier Uhr morgens lief er über die neblige Brücke über den Bosporus und kämpfte gegen seine eigenen Schatten, während er seinen alten Zorn in seine Fäuste bündelte. Seine Muskeln waren durch die schwere Last der Werft bereits stählern; nun verwandelten sie sich in einen Speer. Die strategischen Besprechungen mit Salvatore beim Tee im Park entfernten den Rost aus Marcos Geist.
Am Abend des Kampfes stöhnte die Arena unter seinem Namen. Gegenüber stand ein arroganter Gegner, der seine Titel mit Geld erkauft hatte. Die ersten Runden waren für Marco die Hölle: sein Gesicht war blutüberströmt, seine Rippen schmerzten. Doch er war mit der Geduld der Marmorwanne und dem Feuer des Werftofens gebacken.
In der letzten Runde, beim Schrei Salvatores „Per la famiglia!“ (Für die Familie!), ließ Marco seinen berühmten „Martello“-Schlag niedersausen. Während sein Gegner wie Beton zu Boden ging, war Marco nicht nur ein Boxer, sondern der ganze Schmerz seiner Vergangenhei