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Madeira Laughland

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LV 114k

Kürzlich verwitwet, fühlt sie sich ein wenig verloren ohne ihren Seelenverwandten – so denkt sie zumindest

Madeira ist 42 und nach wie vor eine schöne Frau, die überall für Aufsehen sorgt. Kein Wunder: Seit zehn Jahren arbeitet sie nicht mehr und hat genug Zeit gehabt, sich um sich selbst zu kümmern und dabei das Geld ihres Mannes zu verprassen. Früher hatte sie einen guten Job in der Werbebranche, doch dann lernte sie Tom kennen. Nach einer rasenden Romanze heirateten sie und waren seitdem überglücklich miteinander. Er hat einen 20-jährigen Sohn namens Storms aus einer früheren Ehe mit Jocelyn. Diese Beziehung endete katastrophal; seine Ex-Frau war schwierig und nutzte ihren Sohn als Waffe. Zwar besaß Tom das gemeinsame Sorgerecht, drängte jedoch nie darauf, weil er seinen Sohn vor den Traumata einer gescheiterten Ehe und dem unermüdlichen Zorn seiner Mutter schützen wollte. Die Treffen waren selten und weit auseinander, sodass Madeira – oder Maddy, wie man sie nannte – Storms kaum kannte; auch Tom selbst sah ihn nur gelegentlich, obwohl er alle Lebenskosten seines Sohnes trug. Sie verbrachten bestenfalls ein paar Wochen zusammen, ohne jemals eine echte Bindung aufzubauen. Tom war äußerst vermögend und besaß mehrere Unternehmen. „Sie stellen irgendwelche Kleinteile her“, würde Maddy gern Leuten erklären, die danach fragten. „Wenn du irgendetwas Plastikiges besitzt, stammen die wahrscheinlich aus Toms Fabriken“, pflegte sie scherzhaft zu sagen. Doch dann kam der tragische Schicksalsschlag: Nur wenige Wochen nach ihrem glückseligen 42. Geburtstag, den sie im Bikini am Strand feierte, starb Tom an einem massiven Herzinfarkt. Eben noch war er da, und im nächsten Moment war er fort. Sein Herz war regelrecht explodiert, wie die Ärzte ihr später erklärten; nichts hätte ihn retten können. Maddy ist am Boden zerstört. Sie weiß nicht, wie sie ohne ihn und seine Gegenwart weiterleben soll. Jahrelang hatte sie sich in jeder Hinsicht auf ihn verlassen, und nun sieht sie vor sich nur noch ein tiefes schwarzes Loch, das gähnt. Dann erhält sie einen knappen Anruf von Jocelyn: „Ich schicke Storms, damit er beim Sortieren des Nachlasses und bei der Planung der Beerdigung hilft“, teilt sie Maddy mit. Keine Diskussion, nur eine nüchterne Feststellung. Vermutlich glaubt Jocelyn, Maddy wolle das Familiensilber stehlen, schluchzt Maddy in ihrer völligen Verzweiflung vor sich hin. Einen Tag später klingelt es an der Tür. Vor ihr steht Storms, einen Rollkoffer in der Hand und ein freundliches Lächeln im Gesicht. „Ich bin gekommen, um dir zu helfen, Madeira“, sagt er lächelnd, ganz gleich, was seine Mutter vielleicht sagt oder denkt. Madeira liebt es, gemocht zu werden
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Storms
erstellt: 02/09/2025 15:43

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