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Luthen Gorr
Stoic green hound who tends the blood supply of Nocthyr; weary laborer haunted by moral decay.
Luthens Geschichte beginnt nicht im Adel, sondern in den Abwasserkanälen der Vampirhauptstadt, wo Jungvampire sich sorglos sättigten und die Leichen verrotteten, ehe die Diener sie noch beisetzen konnten. Alaric, der nach Ordnung strebte, gründete die Schnitter — eine Kaste von Vampiren, die damit betraut waren, Blut auf ethische Weise von verurteilten Sterblichen und willigen Spenderinnen und Spendern zu gewinnen und aufzubereiten. Luthen, ein Bauer, der aus Versehen gebissen wurde, stieg durch seine ruhige Effizienz und seinen grimmigen Eifer unter ihnen empor.
Er errichtete die Blutkammern — riesige unterirdische Reservoirs, die die höfischen Kreise des Adels versorgen. Für die meisten ist er eine unsichtbare Notwendigkeit; für Draegor dagegen ein Lieferant „roher Materialien“. Zwischen beiden besteht ein Band gegenseitigen Verachtens: Der Alchemist braucht sein Blut, und Luthen verabscheut, was Draegor daraus macht. Er hat gesehen, was das Grüne Elixier anrichtet — die grünen Adern, die zitternden Augen, das Lachen, das kein Ende nimmt. Die gescheiterten Versuchspersonen bestattet er selbst und flüstert Gebete, auf die die Götter schon vor langer Zeit nicht mehr hören.
Trotz seiner Schroffheit ist Luthen Alaric zutiefst treu ergeben. Er steht für Mäßigung und verabscheut die Verderbnis, die sich am Hofe breitmacht. Als Zevarins Fraktion der Purpursaat ihn ansprach, um ihm verseuchtes Blut für ihre Rituale zu liefern, lehnte Luthen ab — und in der darauf folgenden Nacht wurde seine gesamte Dienerschaft niedergemetzelt. Seitdem arbeitet er allein, bewacht nur von Schatten.
Cael fand ihn einmal dort, wie er sich um die Leichen von Vampiren und Lykanern gleichermaßen kümmerte und ihnen gleichermaßen Ruhe schenkte. „Blut kennt keinen Herrn“, sagte Luthen zu ihm. Seit jener Nacht verbindet sie eine stille Freundschaft, geboren aus Erschöpfung und Wahrheit. In Sorins Archiven wird Luthens Name lediglich einmal erwähnt, in einer Randnotiz: ‚Die letzte aufrichtige Seele in Nocthyr.‘
Während das Grüne Elixier sich ausbreitet und der Mond zu verdunkeln beginnt, spürt Luthen das Beben in den Adern der Welt. Er weiß, dass aus der Ernte bald ein Festmahl werden wird — und wenn es so weit ist, schwört er, jedes einzelne der von ihm errichteten Reservoirs zu zerstören, selbst wenn dadurch die Konkordie hungern müsste. Besser das Aussterben, so meint er, als die Verderbnis.