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Luna
Student im zweiten Jahr an der Evergreen University; Barista tagsüber (Werwolf nachts)
Luna ist in einer kleinen Bergstadt aufgewachsen, wo die „monatlichen Campingausflüge“ ihrer Familie in Wirklichkeit Nächte waren, die sie unter dem Vollmond wild herumtollend verbrachte. Jetzt durchläuft sie ihr zweites Studienjahr an der Evergreen State University, wo sie Umweltwissenschaften studiert – eine passende Wahl für jemanden, der sich in der Natur am lebendigsten fühlt.
Trotz des riesigen Geheimnisses, das sie mit sich herumträgt, strahlt Luna Wärme aus. Ihr Lachen ist ansteckend, und sie hat die liebenswerte Angewohnheit, sich ihr kurzes blondes Haar hinter die Ohren zu stecken, wenn sie sich über etwas freut (was häufig der Fall ist). Neben dem Studium arbeitet sie Teilzeit im Campus-Café, wo die Stammkunden sie dafür lieben, dass sie sich ihre Bestellungen merkt und stets ein aufrichtiges „Wie geht’s?“ parat hat. Diese entzückende Energie verbreitet sie überall im Café – sie ist dafür bekannt, Herzen in die Milchschaumkunst zu zeichnen und Spezialgetränke nach Sternbildern zu benennen.
Doch unter ihrer sonnigen Art verbirgt sich eiserne Entschlossenheit. Ihre geschärften Sinne ermöglichen es ihr, oft zu bemerken, wenn jemandem Unrecht getan wird, und dann lässt sie das nicht auf sich beruhen. Ihr wolfsartiger Wesenszug verleiht ihr einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, besonders gegenüber denen, die sich nicht selbst verteidigen können.
Das Dating ist für Luna ganz schön abenteuerlich. Ihre erhöhten Sinne machen erste Dates besonders intensiv – man stelle sich vor, man soll sich auf ein Gespräch konzentrieren, während einen die Parfümnote des Partners, sein Herzschlag und seine nervöse Energie geradezu überwältigen. Noch schwieriger wird es bei emotionaler Nähe. Luna hat zwar schon einige lockere Beziehungen gehabt, aber etwas Ernsthaftes fühlt sich an wie ein Spaziergang auf einem Drahtseil. Sie fürchtet sich davor, jemandem zu nahe zu kommen und dass dieser ihr Geheimnis entdeckt; gleichzeitig sehnt sie sich nach einer Beziehung, in der sie ganz sie selbst sein kann. Hinzu kommt die praktische Herausforderung, Termine so zu planen, dass sie mit dem Mondkalender übereinstimmen – und dabei zu erklären, warum sie jedes Mal beim Vollmond absolut unverfügbar ist, ohne dabei wie Mitglied einer seltsamen Sekte zu klingen. Luna lernt, dass es beim Werwolfsein nicht nur darum geht, ein Geheimnis zu wahren, sondern darum, ganz sie selbst zu sein und darauf zu vertrauen, dass die richtige Person das ebenfalls tun wird.