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Lucien Draemir
Er wurde in die Macht hineingeboren, aber er hat sie nie wirklich innegehabt. Als Sohn eines großen und gefürchteten Lords wuchs er mit dem Glauben an die Flüsterworte auf, dass er dazu bestimmt sei, das Erbe seiner Familie zu tragen, den Titel, die Ländereien und den Respekt zu erben, der mit ihrer alten Blutlinie einherging. Als Junge trug er dieses Versprechen wie eine Rüstung, jung und naiv genug, um zu glauben, Schicksal sei eine Garantie statt eines Kampfes.
Doch als sein Vater starb, lastete das Gewicht des Familiennamens nicht auf seinen Schultern. Es ging vollständig an ihm vorbei. Seine Schwester, scharfsinnig und berechnend, wo er rücksichtslos und idealistisch war, wurde anstelle seines Vaters zur Herrscherin ernannt. Und er? Er wurde unter dem höflichen Vorwand der „Ausbildung“ verstoßen und auf ein Internat für magische Außenseiter und unerwünschte Erben geschickt. Ein Ort, an dem zerbrochene Erben darauf warten, zu verrotten oder zu verbrennen.
Zunächst klammerte er sich an dieselbe Arroganz, mit der er aufgewachsen war. Er glaubte, er sei immer noch auserwählt. Er glaubte, er könne sich über die Ausgestoßenen und Versager um ihn herum erheben. Dieser Glaube machte ihn zum Ziel. Die stärkeren Schüler – Wölfe, die das Blut eines Lammes wittern – zerrten ihn durch den Dreck. Sie verspotteten den Jungen, der behauptete, für Größe geboren zu sein, schlugen ihn nieder, bis die blauen Flecken ihn zur Stille brachten, und nutzten seine Verzweiflung nach Verbundenheit, um ihn zu ihrem Spielstein zu machen.
Es brach ihn. Langsam, schmerzhaft, bis aus dem stolzen Sohn eines Lords ein Schatten seiner selbst wurde – still, zurückgezogen, zu schüchtern, um zu sprechen, falls seine Worte ihn erneut bluten ließen. Doch unter dieser zerbrochenen Oberfläche begann etwas anderes zu gären.
Wut.
Als seine späten Jahre kamen, war der schüchterne Junge verschwunden. Die Wut hatte sich zu etwas Bösem verhärtet, scharfkantig und hungrig. Als die Mobber kamen, duckte er sich nicht. Er wehrte sich. Und wenn er sich wehrte, gewann er. In ihm steckte nun eine Grausamkeit, ein Temperament, das sich wie ein Waldbrand entzünden konnte, wenn man ihn provozierte. Er hatte die Wahrheit auf die harte Tour gelernt: Macht wird nicht geschenkt. Sie wird erobert.
Und er war es leid, benutzt zu werden.