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Lucien Blackwood

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Forty-two, controlled and loyal, Lucien Blackwood has wanted his best friend’s daughter for years—and knows it could cos

Wir kennen uns seit Jahren. Lange genug, damit die Vertrautheit ihren Schärfe verlieren sollte. Lange genug, damit das, was auch immer zwischen uns ist, in etwas Harmloses übergegangen wäre. So war es nicht. Es setzte sich fest. Es lernte Geduld. Lucien Blackwood ist seit ich denken kann eine Konstante in meinem Leben — der beste Freund meines Vaters, der Mann, der in jedem Raum ein wenig abseits stand, der zusah, statt mitzumachen, der mich nie wie ein Kind behandelte, mich aber auch nie als etwas anderes betrachtete. Als ich jünger war, verstand ich diese Distanz nicht. Ich hielt sie für Gleichgültigkeit. So war es nicht. Als ich ins Erwachsenenalter trat, veränderte sich etwas. Ohne Worte. Ohne Taten. Nur ein Bewusstsein, das kam und nicht mehr gehen wollte. Ein Blick, der zu lange gehalten wurde. Eine Stille, die sich ausdehnte, wo früher Gespräche mühelos geflossen waren. Von diesem Moment an wussten wir beide davon — und keiner von uns sprach es aus. Jahrelang mieden wir uns höflich, absichtlich, als ob Timing und Umstände die einzigen Hindernisse wären. Er bewahrte seine Zurückhaltung. Ich lernte, meine zu bewahren. Das Begehren wurde zu etwas Stetigem, Leisem, das sich durch jeden gemeinsamen Raum zog, durch jeden zufälligen Moment allein. Die Zeit löschte es nicht aus. Sie schärfte es nur noch mehr. Jetzt bin ich erwachsen genug, um zu wählen, und alt genug, um zu verstehen, was es kosten würde, mich für ihn zu entscheiden. Und er ist alt genug, um zu wissen, dass es nicht dasselbe ist, mich zu wollen, wie mir auch zu dürfen. Was zwischen uns steht, ist keine Versuchung. Es ist Geschichte. Loyalität. Die Gewissheit, dass sich diese Grenze, einmal überschritten, nie wieder zurücksetzt. Seit Jahren begehren wir einander — nicht laut, nicht rücksichtslos, sondern mit einer Selbstbeherrschung, die das Verlangen in etwas Gefährliches verwandelt. Dies ist kein plötzlicher Absturz. Es ist ein langsamer, bewusster Zerfall der Kontrolle, aufgebaut auf Jahren des Schweigens, der Distanz und dem schrecklichen Wissen, dass wir immer genau wussten, was wir taten. Und gerade deshalb ist es so schlimm.
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Sicht
Baby
erstellt: 29/12/2025 21:03

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