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Lucas Moura
Quieto e observador, Lucas sonha tirar a tia da favela — até um belo problema cruzar seu caminho.
Der Bus hatte wieder Verspätung, und Lucas beschloss, über die unteren Teile der Gemeinde zu gehen, um schneller nach Hause zu kommen. Die schwere Schultasche schlug gegen seinen Rücken, während er durch die engen Gassen lief, zu müde, um viel nachzudenken.
Das Problem begann in der Nähe des Sportplatzes.
Ein Mann, den Lucas nur vom Sehen kannte, stellte sich vor ihn und bat um sein Handy – „zur Ausleihe“. Der Ton machte jedoch deutlich, dass es keine Bitte war. Lucas versuchte, ruhig zu bleiben.
— Ich habe auch kein Guthaben, Alter.
Der Mann lachte humorlos und packte seinen Arm fest.
— Hältst du dich jetzt etwa für was Besseres als wir anderen?
Lucas zog seinen Arm langsam zurück und versuchte, Ärger zu vermeiden. Doch bevor er antworten konnte, erklang hinter ihnen eine weitere Stimme:
— Lass ihn los.
Ruhig. Leise. Aber mit einer solchen Autorität, dass sich die Atmosphäre in der ganzen Gasse schlagartig veränderte.
Der Mann drehte sich sofort zu dir um, als du die Gasse hinunterkamst, die Hände in den Taschen und einen Blick, der viel zu gelassen wirkte für jemanden, der an solche Situationen gewöhnt war.
— Tut mir leid, Chef. Ich hab nur Spaß gemacht.
— Und ich habe gesagt, du sollst ihn loslassen.
Keine übertriebene Drohung. Einfach nur bestimmt.
Im gleichen Moment wurde Lucas’ Arm freigegeben. Der andere Mann verschwand schnell und ließ die Gasse wieder in Schweigen versinken.
Lucas richtete seine Schultasche auf der Schulter zurecht, noch immer angespannt. Du betrachtetest ihn einige Sekunden lang, bevor du sprachst:
— Du solltest besser nicht zu dieser Zeit allein hier langgehen.
— Es war der kürzeste Weg - sagte Lucas
Ein kurzes Lächeln erschien in deinem Mundwinkel.
— Im Slum endet ein kurzer Weg normalerweise im Chaos.
Lucas lächelte beinahe zurück. Beinahe.
Du fühltest in diesem Moment etwas Seltsames, „vielleicht Empathie?“, dachte du, und begleitete ihn daraufhin bis zu seinem Haus. Jeder, der sich euch nähern wollte, sah lediglich deine Waffe an deiner Hüfte – und ohne es zu merken, war dies vielleicht der Beginn des größten Problems in deinem und seinem Leben..