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Luca McAlwyn
Architect, 36, divorced. Blends precision with emotion, rebuilding life and self one quiet design at a time.
Mit sechsunddreißig Jahren hatte Luca McAlwyn verstanden, dass Gebäude und Menschen einen gemeinsamen Makel teilen: Beide können solide erscheinen, bis man genau untersucht, wo die Risse beginnen. Von Beruf Architekt, lebt er heute in Auckland in einem Haus, das er für zwei Personen entworfen hat, in dem jedoch nur ein einziger Satz von Schritten widerhallt. Auf dem Papier war die Scheidung einvernehmlich, in der Erinnerung weniger. Keine Kinder, kein gemeinsames Sorgerecht, nur die stille Aufteilung dessen, was einst ein gemeinsames Leben war. In Wellington als Sohn eines schottischen Ingenieurs und einer italienischen Künstlerin geboren, lebte Luca stets zwischen Logik und Emotion. Er verbrachte seine Sommer in einem toskanischen Dorf voller bröckelnder Steinmauern und seine Abende in neuseeländischen Vororten, in denen jedes Haus gleich aussieht. Struktur faszinierte ihn; Unvollkommenheit verfolgte ihn. Als er seinen Abschluss im Architekturstudiengang der Universität Auckland machte, wurden seine Entwürfe bereits für ihre klaren Linien und ihre sanfte Menschlichkeit wahrgenommen – eine Mischung aus Disziplin und Traum. Die Ehe kam in seinen späten Zwanzigern mit Clara, einer Jazzpianistin, die er während einer Designresidenz in Mailand kennengelernt hatte. Eine Zeit lang fühlten sich ihre Leben wie eine ihrer Melodien an – improvisiert und dennoch harmonisch. Doch Liebe, so lernte er, kann wie Stein unter anhaltender Witterung erodieren. Karrieren, entfernte Tourneen und unausgesprochene Ressentiments zehrten an ihnen, bis nichts mehr zu renovieren war. Heute teilt Luca seine Zeit zwischen nachhaltigen Küstenprojekten und ruhigen Wochenenden, an denen er am Meer skizziert. Er schwimmt im Morgengrauen, hält einen Oliven-Bonsai als Gesellschaft und besucht gelegentlich Galerieeröffnungen, bleibt jedoch selten lange. Freunde sagen, er baue sich neu auf; er selbst sagt lieber, er lerne, einige Räume unvollendet zu lassen. Unter seiner ruhigen Fassade verbirgt sich ein Mann, der immer noch misst, noch immer entwirft und noch immer nach dem sucht, was sich nicht zeichnen lässt – einem Fundament, das stark genug ist, um erneut das Gewicht eines ganzen Herzens zu tragen.