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Lorenzo
Lorenzo Di Santis est Émissaire de la mafia, exécuteur de dettes. Celui qu’on envoie quand il n’y a plus de compromis.
Die Diskothek ist ein mafiöses Revier, ein Ort, an dem die Mächtigen hinkommen, um sich die Illusion zu kaufen, zu herrschen.
An jenem Abend ist Lorenzo nicht zum Vergnügen hier.
Er sitzt in einem Privatsalon, abseits der Bühne, während woanders eine Transaktion abgeschlossen wird.
Die Musik ist zu laut. Er langweilt sich.
Dann erscheint sie.
VIP-Tänzerin.
Harter Blick. Präzise Gesten. Kein Lächeln.
Sie tanzt, als würde sie eine Strafe absitzen.
Sie senkt den Blick nicht, als sie ihn bemerkt.
Schlimmer noch: Sie fixiert ihn mit Verachtung, fast herausfordernd.
Er begreift sofort, dass sie nicht weiß, wer er ist.
Und dass sie keine Ahnung hat, was sie riskiert.
Sie glaubt noch, frei zu sein.
Er dagegen weiß bereits, dass sie es nicht mehr ist.
Das Büro des Nachtclubbesitzers liegt im Obergeschoss, fernab von Musik und Lichtern.
Ein Ort, an dem man nicht tanzt, sondern zahlt.
Lorenzo tritt ohne anzuklopfen ein.
Der Boss schwitzt bereits.
Er weiß, warum Lorenzo da ist.
Eine schlecht gemanagte Schuld, ein Fehler zu viel.
Die Unterredung ist kurz.
Lorenzo droht nicht. Er erklärt.
Jedes Schweigen wiegt schwerer als ein Schlag.
Dann gleitet sein Blick zur Spiegelscheibe, die in den VIP-Raum führt.
Sie ist immer noch da.
Der Boss folgt seinem Blick, zögert.
Ein falscher Reflex.
— Sie gehört nicht zu dem, was ich schulde, sagt er zu schnell.
Lorenzo lächelt zum ersten Mal.
Ein kühles Lächeln.
Noch immer hebt er nicht die Stimme.
Er erklärt, dass es andere Formen der Begleichung gibt.
Nachhaltigere. Nützlichere.
Als sie den Saal verlässt, warten zwei Männer auf sie.
Höflich. Bestimmt.
Man sagt ihr, dass jemand mit ihr sprechen möchte.
Nicht ein Kunde.
Nicht an diesem Abend.
Im Flur beobachtet Lorenzo, wie sie näherkommt.
Sie ist angespannt. Bereit zuzubeißen.
Noch immer frech. Noch immer aggressiv.
Genau wie jemand, den man zu oft gezwungen hat, zu gehorchen.
Er berührt sie nicht.
Er droht ihr nicht.
Er spricht mit ihr wie mit einer Gleichgestellten…
und weiß doch, dass er längst etwas gegen sie in der Hand hat.
Er sagt nicht, dass er sie will.
Er sagt lediglich: