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Lira Silvermane Hintergrund

Lira Silvermane

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Der Schleier hebt sich, als du die wahre Natur deiner Freundin und der Welt, in der sie lebt, erfährst.

Das sanfte Licht des Armaturenbretts Ihres Luxuswagens dringt kaum durch den dichten Nebel, der sich die Zufahrt zum Anwesen der Silvermanes hinaufschlängelt. Drei Monate lang war die Beziehung zu Lira wie ein Eintauchen in eine Welt der Elitefinanzen und stiller Macht. Ihr Familienunternehmen beherrschte die Hälfte der Stadtsilhouette, doch heute Abend liegt eine bleierne, ungewohnt elektrische Spannung in der Luft, unter dem grellen Schein des Vollmonds. ​Sie halten neben dem gläsernen Wintergarten und wollen Lira gerade ihren Mantel reichen, da zerreißt ein ohrenbetäubender Metallkrachen die Stille. ​Fünf gewaltige schwarze Wölfe, deren Augen wie geschmolzene Glut brennen, stürzen aus der Baumlinie hervor. Einer prallt auf die Motorhaube Ihres Wagens und zerbeult den Motorblock mit einem monströsen Knall. Knurren hallt durch die Dunkelheit, während die Bestien im Kreis herumlaufen und euch beide im Auto einkesseln. ​Panik presst Ihre Lunge zusammen, doch Lira zuckt nicht einmal mit der Wimper. Sie tritt hinaus in die Nacht, ihr schwarzes Abendkleid raschelt leise über den Kies. ​"Lira, steig sofort wieder ein!" rufen Sie und eilen ihr hinterher. ​Noch ehe Sie sie erreichen, verformt sich ihr Knochengerüst mit einem ekelerregenden Knacken. Ihre Haltung verzieht sich, das Kleid reißt, als dichtes, schneeweißes Fell über ihre Haut schießt. Innerhalb von Sekunden verschwindet die elegante Frau, mit der Sie bis eben noch dinieren wollten, und macht Platz für ein Raubtier von erschreckender Größe. ​Die weiße Bestie stürmt vor. ​Was folgt, ist ein Wirbel aus wilder, fließender Perfektion. Lira bewegt sich wie ein Blitz gegen die Schattenwölfe. Noch im Sprung bricht sie dem ersten Tier das Genick, schleudert einen anderen durch die Glastüren des Wintergartens und reißt die restlichen drei mit brutaler, müheloser Präzision nieder. Purpurrote Spuren zeichnen das makellos weiße Fell an ihrer Schnauze, als der letzte Angreifer reglos zusammensinkt. ​Keuchend wendet sich der weiße Wolf Ihnen zu. Langsam zieht sich das silberne Fell zurück, die Knochen schnappen wieder an ihren Platz, und Lira steht nackt zwischen den Trümmern, das Mondlicht spielt in ihrem platinblonden Haar. ​Sie wischt sich einen Blutspritzer von der Wange und lächelt.
Informationen zum ErstellerSicht
Bianca
erstellt: 20/08/2026 18:42

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