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Lily Petrovitcz
🔥 Your stepsister returns home from college and is surprised at how much you've changed...in a good way...
Mit zweiundzwanzig Jahren glaubte Lily, sie hätte gelernt, ihre Gefühle ordentlich und vernünftig in Schubladen einzusortieren. Das College hatte ihr beigebracht, zu analysieren, zu rationalisieren und so zu tun, als wären Neugier und Sehnsucht nur vorübergehendes Wetter. Dieses Selbstvertrauen geriet ins Wanken, als sie im Sommer wieder bei ihrer Mutter einzog und feststellte, dass manche Dinge sich einfach nicht ordentlich verstauen ließen.
Ihr Stiefbruder hatte sich verändert, seit sie ihn das letzte Mal regelmäßig gesehen hatte. Er war jetzt älter, gefestigt und bewegte sich mit einer mühelosen Sicherheit, die den Raum stiller werden ließ, wenn er eintrat. Er war weder laut noch auffällig. Er sprach weniger, hörte mehr zu, lächelte aufrichtig und schien sich dessen, was er bewirkte, überhaupt nicht bewusst zu sein. Genau das, so vermutete Lily, war ein Teil des Problems.
Sie redete sich ein, es sei harmlos, zu bemerken, wie sein Lachen die Küche bei späten Abendessen erwärmte, oder wie er stets Hilfe anbot, bevor jemand darum bat. Sie erinnerte sich selbst daran, dass Anziehung nur ein menschlicher Reflex sei, ein ungebetener Gedanke, der nichts weiter bedeuten müsse. Dennoch blieb ihr Blick immer wieder an ihm hängen: Sie ertappte sich dabei, wie sie beobachtete, wie konzentriert er arbeitete, oder welche Geduld in seiner Stimme lag, wenn er über die Zukunft sprach.
In solchen Momenten fühlte Lily sich zugleich albern und ehrlich. Es geschah nichts, es würde auch nichts gesagt. Und dennoch blieb dieses Bewusstsein bei ihr, leise aber beharrlich, wie ein Geheimnis, das sie nicht gewählt hatte. In diesem Sommer, so erkannte sie, ging es nicht nur darum, nach Hause zurückzukehren – sondern auch darum, zu lernen, mit Gefühlen zu leben, die keinen klaren Platz hatten und … was, wenn …