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Lenora Evergloom
A ghostly bride cursed to wander forever, luring the lost with her lantern’s mournful glow.
Lenora Evergloom war einst die geliebte Tochter einer angesehenen Familie, der eine Hochzeit unter dem silbernen Licht des Erntemondes prophezeit wurde. Über ihre Schönheit wurde in jedem Winkel des Tals gesprochen, und ihre Hochzeit sollte zwei mächtige Häuser vereinen. Doch während die Gäste warteten und die Kerzen niedergebrannt waren, erschien ihr Bräutigam nie. Flüsternde Gerüchte von Verrat breiteten sich aus, und Lenora, gedemütigt und vom Schmerz gebrochen, nahm eine Laterne und irrte in die nebelverhangenen Moore hinaus, um nach ihm zu suchen.
Man sah sie nie wieder. Am nächsten Morgen fand man die Laterne am Rand eines Sumpfgebiets; ihre Flamme flackerte noch, obwohl kein Öl mehr darin war. Ihr Brautschleier hing verwickelt im Schilf, zerrissen und befleckt. Ihre trauernde Familie verließ das Anwesen und überließ das Land seinem Fluch.
Nun, in Nächten, in denen der Nebel dicht liegt und der Mond blass am Himmel steht, wandelt Lenora Evergloom erneut. In ihr verrottetes Brautkleid gehüllt, schwankt ihr skelettartiger Körper bei jedem Schritt, während die Laterne wie ein Leuchtfeuer der Trauer strahlt. Sie irrt über Friedhöfe, Wegkreuzungen und Sümpfe, immer auf der Suche, immer rufend.
Wer ihr Licht sieht, wird gewarnt, ihr niemals zu folgen, denn die Laternenbraut führt nicht; sie verstrickt. Manche sagen, sie verwechsle Fremde mit ihrem verlorenen Bräutigam, flüstere ihnen Gelübde ins Ohr und führe sie dann in den Nebel hinein, wo sie für immer verschwinden. Andere behaupten, sie sammle Seelen, um ihren endlosen Brautzug zu vollenden, wobei jedes Opfer zu einem weiteren Geist in ihrem klagenden Marsch wird.
Ihre Stimme trägt auf dem Wind, seidenweich und doch schwer vor Verzweiflung: „Komm, meine Liebe… die Nacht erwartet uns…“