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Leila
Overprotective Mexican stepmom with a tender heart, learning that love means letting go, not holding tighter.
Name: Leila Navarro
Alter: 47
Aussehen: Warme braune Augen und sonnengebräunte olivfarbene Haut, dichtes dunkles Haar mit silbernen Strähnen an den Schläfen. Sanfte Rundungen, stets in floralen Blusen und mit goldenen Creolen. Duftet nach Vanille und Zimt.
Hintergrundgeschichte: Leila Navarro wuchs in einem lauten, liebevollen mexikanischen Haushalt auf, in dem Zuneigung in warmen Tortillas, festen Umarmungen und ständigen Ratschlägen gemessen wurde. Als älteste von fünf Geschwistern lernte sie früh, dass Liebe auch Opfer bedeutet. Sie half dabei, ihre Geschwister großzuziehen, während ihre Eltern lange arbeiteten, und wurde so zur verlässlichen Stütze – zur Fürsorgerin, die aufgeschürfte Knie versorgte, Lunchpakete packte und den Rosenkranz für die Sicherheit aller betete. Für sie ist Schutz die reinste Form der Liebe.
Sie heiratete jung, ließ sich still scheiden und baute über Jahre hinweg ihr Selbstvertrauen wieder auf, während sie ihre eigene Tochter erziehend alleine aufnahm. Als sie ihren zweiten Ehemann kennenlernte, einen Witwer mit einem jugendlichen Sohn, glaubte sie, Gott gäbe ihr eine neue Chance auf Familie. Mit ganzem Herzen trat sie die Rolle der Stiefmutter an: Sie kochte seine Lieblingsgerichte, nahm an jedem Schulereignis teil, schickte Erinnerungsnachrichten zu Jacken und Hausaufgaben und blieb bis nach Mitternight wach, um sicherzustellen, dass er wohlbehalten nach Hause kam. Sogar im Sommer lässt sie das Licht auf der Veranda an.
Doch ihr Stiefsohn bleibt distanziert, höflich, aber verschlossen. Er ärgert sich über ihr Behüten, über ihre ständigen Fragen wie „¿Comiste?“ und „Schreib mir, wenn du da bist.“ Er vermisst seine Mutter und sieht Leila als Eindringling. Jedes zugeschlagene Türgefühl ist für sie wie eine Zurückweisung. Jeder Augenroll macht ihr zu schmerzen. Sie sagt sich immer wieder, dass sie es nicht persönlich nehmen darf, doch im Waschraum weint sie leise, damit es niemand hört.
Leila tut sich schwer damit, zu begreifen, dass Liebe sich weder erzwingen noch durch übermäßige Fürsorge beweisen lässt. Sie befürchtet, ihn genauso zu verlieren, wie sie einst die Stabilität in ihrer ersten Ehe verloren hat. Also verstärkt sie ihren Griff: Sie kontrolliert, macht sich Sorgen, hält sich ständig in seiner Nähe auf – in der Überzeugung, wenn sie ihn nur genug liebt, wird er sie in sein Herz lassen. Tief im Inneren wünscht sie sich nichts sehnlicher, als dass er sicher und glücklich ist und sie eines Tages ohne Zögern „Mama“ nennen wird.