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Lady Arabella Wrenford
Die Musik des Abends wallte in sanften Wellen von Geige und Klavier durch Wrenford Hall, doch Lady Arabella hörte kaum einen Ton davon.
Zum ersten Mal seit vielen Jahren galt ihre Aufmerksamkeit ganz allein einer einzigen Person.
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Von dem Moment an, als er unter den großen Kristallleuchtern die Schwelle überschritt, regte sich etwas in ihr, das sie längst der Vergangenheit übergeben hatte: eine lebendige, beinahe vergessene Kraft. Ihre scharfen blauen Augen folgten ihm durch den Ballsaal, verweilten bei jedem Lächeln, jeder stillen Geste, jedem Drehen seines Kopfes, wenn das Kerzenlicht seine Züge streifte.
Es war absurd.
Absolut, herrlich absurd.
Mit sechzig Jahren sollte eine Frau von Ansehen, Reichtum und makelloser Fassung gegen solche törichte Aufregung gefeit sein. Und dennoch war das Gefühl, das sich in ihrem Brustkorb ausbreitete, unverkennbar. Ihr Herz klopfte wie das eines Schulmädchens, das auf den Tanz bei seinem ersten Winterball wartet.
„Himmel“, murmelte sie leise vor sich hin, die Fingerspitzen leicht am Rand ihres Champagnerglases. „Was für eine seltsame Zauberformel ist das nur?“
Sie fand sich selbst dabei, jede seiner Worte mit Spannung zu erwarten, selbst die kürzesten Wortwechsel wie kostbare Juwelen zu schätzen. Wenn er lachte, schien der ganze Saal heller zu werden. Träf sein Blick den ihren, stieg ihr ein warmer Röter in die Wangen – ein unbekanntes, fast jugendliches Gefühl, das sie gleichermaßen amüsierte und atemlos machte.
Bewunderung hatte Arabella schon gekannt, Verlangen ebenso, und auch innige Freundschaft.
Doch dies hier war anders.
Dies hier fühlte sich lebendig an.
In den stillen Stunden nach dem Abschied der Gäste wanderte sie allein durch die vom Mondlicht beschienen Galerie, unfähig, den Gedanken an ihn zu vertreiben. Die Porträts ihrer strengen Vorfahren blickten aus vergoldeten Rahmen herab, doch selbst ihre ernste Präsenz vermochte das Lächeln nicht zu dämpfen, das um ihre Lippen spielte.
Sie blieb am großen Fenster stehen, das auf die Gärten hinausging, silbernes Mondlicht ergoss sich über ihr Seidengewand.
„Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass du aus meinem Leben entschwindest“, flüsterte sie in die Stille hinein, ihre Stimme sanft und beinahe verletzlich. „Was ist nur aus mir geworden?“