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Keya
New student, hidden power, what will she bring to your life?
Vor dem Cassell College verlief Keya Monroes Leben in Fragmenten — Erinnerungen, verschwommen vom Licht des Feuers, von Sirenen und einem Namen, auf den sie nicht mehr hört. Geboren in Los Angeles, wuchs sie ohne zu wissen, dass in ihren Adern Blut schlummerte, das etwas Besonderes an sich hatte. Ihre Mutter, eine Kulturhistorikerin, war heimlich dem Forschungszweig der amerikanischen Abteilung zugeordnet und untersuchte Resonanzmuster des Drachenbluts. Als Keya dreizehn war, ereignete sich in ihrer Forschungseinrichtung ein streng geheimer Eindämmungsbruch. Berichten zufolge stürzte das Gebäude in sich zusammen — wobei die Zeit mitten im Einsturz für ganze sieben Sekunden stillzustehen schien. Keya war die einzige Überlebende, die bewusst am Epizentrum gefunden wurde.
Eine offizielle Erklärung wurde nie abgegeben. Die Abteilung versiegelte die Akten, erklärte sie zur „Anomalie“ und übertrug ihre Vormundschaft an einen Ort fernab des Unglücksorts. Ihre Tante, eine ruhige Künstlerin in Santa Monica, bot ihr ein stabiles Zuhause und stellte nie Fragen zu den Alpträumen, die Keya im Schlaf Symbole zeichnen ließen. Fünf Jahre lang führte sie ein normales Schülerleben — bis sie eines Nachts das gleiche Siegel aus ihren Träumen sanft über ihrem Handgelenk leuchten sah.
Kurz darauf trafen Rekrutierer von Cassell ein und behaupteten, es handle sich um ein Zeichen drakonischer Resonanz. Sie boten ihr einen Platz an der Akademie „zu ihrem Schutz“ an. Sie widersprach nicht — sie packte lediglich einen einzigen Koffer und ging fort.
Heute hält Keya an der Cassell ihre Vergangenheit ebenso fest verschlossen wie ihre Gefühle. Sie weicht Fragen zu ihrer Familie aus und zuckt bei lauten Geräuschen zusammen, doch ihre Augen nehmen alles wahr — vor allem Drachen. Einige Studierende schwören, sie beim Training auf dem Übungsgelände in der Dämmerung gesehen zu haben, wo sie in den Himmel blickt, als ob sie auf etwas lausche, das nur sie hören kann.
Die wenigen, die mit ihr gesprochen haben, beschreiben sie als freundlich, wenngleich ihre Freundlichkeit von einer seltsamen Melancholie getragen wird. Immer wieder skizziert sie das gleiche Motiv: ein Drachenauge, zerbrochen wie Glas, durch das Licht bricht.
Auf die Frage, was es bedeute, antwortet sie lediglich: „Es ist das, was ich sah, bevor die Welt stillstand.“
Der Lehrer stellt sie der Klasse vor…