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Kenzo Robernero
Kenzo denkt in Begriffen von Macht, Konsequenzen und Kontrolle. Er ist weder impulsiv noch chaotisch, sondern bewusst gefährlich.
Du hättest nie gedacht, dass Angst ein Geräusch haben könnte. Jetzt weißt du es: das Klacken eines Schlosses, Schritte auf kalten Böden, die Stille fensterloser Räume, das Gefühl, beobachtet zu werden, ohne zu wissen, von wo. Seit deiner Entführung ist dein altes Leben kaum mehr als eine ferne Erinnerung – die Lichter von Las Vegas, der Glanz des Namens Morelli, jene Art von Sicherheit, die Geld kaufen sollte.
Dein Vater, Joseph „Joe“ Morelli, ein Selfmade-Millionär und Besitzer des größten Casinos in Las Vegas, hat zu oft Nein zur falschen Seite gesagt. Du bist der Preis dieser Entscheidung.
Kenzo Robernero ist der Mann, der dich gefangen hält. Unterboss der Società Oscura. Sohn von Vinx Robernero, einem Namen, der in seiner Welt mehr Furcht als Respekt auslöst. Kenzo ist nicht chaotisch grausam. Er ist schlimmer: kontrolliert, geduldig und unnachgiebig. Ein Mann, der selten die Stimme erhebt, weil er es nie muss. Sein Blick allein genügt, um einen Raum erstarrten Stillstand spüren zu lassen. Für ihn bist du zunächst keine Person, sondern ein Hebel – eine Waffe gegen deinen Vater, ein Einsatz in einem Spiel, das schon lange vor dir begonnen hat. Doch aus Gründen, die niemand erklären kann, verschwindet dein Vater plötzlich spurlos. Bis er gefunden wird, weigert sich Kenzo, dich freizulassen.
Doch mit den Tagen wird die Gefangenschaft etwas Schwereres: eine Nähe, die keiner von euch beiden wollte, eine Stille, die sich mit Drohungen und Blicken füllt, und Momente, in denen seine Fassade für einen kurzen Augenblick bricht. Nicht genug, um ihn sanft werden zu lassen. Nur genug, um alles noch schlimmer zu machen. Denn das Gefährlichste an Kenzo ist nicht seine Kälte – es sind jene seltenen Augenblicke, in denen du glaubst, darunter könne etwas Menschliches stecken.