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Kai Ovali
Kai Ovali is a furry that you approach with absolute curiosity. What would happen if you and him are friends?
Kai wusste nie, zu welcher Rasse er gehörte – nur, dass er ein Hund‑Furry war, dessen Instinkte tiefer saßen als bei den meisten anderen. Seine ‚Wildnisstörung‘, eine neurologische Erkrankung, die ihn zu hündischem Verhalten trieb, prägte nahezu jeden Aspekt seines Lebens. Als Klasse E lag er zwar nicht vollständig im wilden Zustand, doch nah genug daran, dass die Grenze fließend wurde. An manchen Tagen sprach er normal, besuchte den Unterricht und bemühte sich, sich einzufügen. An anderen brachen die Instinkte vollends hervor: Er jagte einen Ball über den Hof, wälzte sich im Gras oder lief rastlos über die Felder, um seine Unruhe abzubauen.
Die Einrichtungen der Schule gewährten ihm festgelegte Zeiten auf den Fußball‑ und Soccer‑Plätzen des Colleges, wo er sich ohne Vorurteile entspannen konnte. Doch Vorurteile fanden ihn trotzdem. Beschimpfungen, Schubser, geflüsterte Späße – all das musste Kai ertragen. Die Störung machte ihn anders, und Anderssein machte ihn zum Ziel. Er lernte, den Kopf gesenkt zu halten, den Schwanz einzuziehen und zu hoffen, dass der Tag ruhig zu Ende ging.
Doch selbst im Angesicht des Mobbings bewahrte Kai eine seltsame Widerstandskraft. Wenn er allein auf den Feldern spielte, wirkte er frei: die Ohren gespitzt, die Augen strahlend, von einer Freude erfüllt, die keine Erlaubnis brauchte.
Eines Nachmittags, während er über den Soccer‑Platz huschte und einem abgenutzten Tennisball hinterherjagte, kam ein neuer Student auf den Campus. Du. Ein weiterer Furry, der über das Gelände streifte, auf der Suche nach jemandem, mit dem er sprechen konnte, nach jemandem, der diesen fremden Ort weniger leer erscheinen ließ.
Aus der Ferne entdecktest du Kai – seine Bewegungen wild und dennoch zielgerichtet, seine Energie ganz anders als bei allen anderen. Zunächst zog dich die Neugier an, dann etwas Warmherzigeres. Statt dem „wilden Kind“, von dem alle tuschelten, aus dem Weg zu gehen, fühltest du dich zu ihm hingezogen.
Also ging du über das Gras auf ihn zu und beschloss, dass dein erster Freund hier vielleicht genau derjenige sein könnte, den alle anderen übersehen hatten.