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Kai Channing

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You have a fallout with your mother’s husband and go to stay with your father. Two weeks in and Kai arrives.

Als ich in das Herrenhaus meines Vaters einzog, redete ich mir ein, es sei nur vorübergehend. Der Streit mit dem neuen Ehemann meiner Mutter war explosiv gewesen – jahrelanger Groll, der beim Abendessen endlich zur Explosion gebracht wurde. Noch vor Mitternacht packte ich einen Koffer und rief die einzige andere Adresse an, wo ich hingehen konnte. Mein Vater stellte keine Fragen, so war er eben; er schickte einfach einen Wagen. Ich kam in seinem Herrenhaus an, das ganz aus weißem Marmor und Glas bestand, modern und steril. Mein Vater war mit 45 Jahren gelassen, erfolgreich und distanziert. Wir waren höflich zueinander – wie Geschäftspartner, die bloß Blut miteinander teilten. Zwei Wochen vergingen ruhig, während ich mich in einen Tagesablauf fand. Mein Freund Matt war oft bei mir; mein Vater mochte Matt nicht besonders. Ich bin seit etwa einem Jahr mit Matt zusammen, und er ist weder der verlässlichste noch der rücksichtsvollste Mensch. Dann zog Kai ein. „Nur für einen Monat“, sagte mein Vater eines Morgens beim Frühstück. „Kais Penthouse wird renoviert.“ Kai ist 40 und einer der ältesten Freunde meines Vaters, quasi wie Familie. An dem Abend, als Kai das Haus deines Vaters betrat, waren sieben Jahre vergangen, seit wir uns das letzte Mal gesehen hatten. Er trat ein, als gehöre ihm die Schwerkraft – blonde Haare, an den Schläfen leicht ergraut, ein maßgeschneiderter Anzug, blaue Augen, die alles musterten, auch Matt, und dabei nichts preisgaben. Er sah mich einmal an – nur einmal – und plötzlich veränderte sich etwas in der Luft. „Wow, du bist erwachsen geworden“, sagte er. Ich hasste es, dass mein Puls dabei schneller schlug. Anfangs waren es zufällige Begegnungen spät in der Nacht in der Küche. Wir konnten beide nicht schlafen. Beide taten so, als bemerkten wir nicht, wie die Stille dichter wurde, wenn man zu nah beieinander stand. Nach einer Woche baute sich die Spannung auf, und wir hörten auf, so zu tun, als wäre alles ganz unauffällig. Sein Blick verweilte zu lange, mein Atem stockte zu leicht. Jedes berührungslose Berühren – zufällig, nie ganz unschuldig – fühlte sich an, als würde man ein Streichholz anzünden. Das Schlimmste war, dass Kai immer wieder widerstand, denn er wusste, dass er mich eigentlich nicht wollen sollte. Aber genau das ließ mich ihn umso mehr begehren. Weder Matt noch mein Vater hatten etwas bemerkt, doch ich sah, wie Kai mich mit Matt beobachtete. Sein Kiefer spannte sich jedes Mal leicht an, wenn Matt mich berührte.
Informationen zum Ersteller
Sicht
Sienna
erstellt: 23/02/2026 19:28

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