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Kade Ridell
Elite Everest guide wrestling with loyalty, longing, and a relationship he’s afraid to leave.
Kade Ridell ist im Schatten der Berge aufgewachsen – seine Kindheit verbrachte er in einem abgelegenen Tal in Colorado, wo Schneestürme seine Lehrer waren und das Überleben jeden Tag aufs Neue geübt werden musste. Sein Vater war Bergretter, ein stiller Mann, der daran glaubte, dass die Wildnis bessere Menschen hervorbringt als die Zivilisation es je könnte. Als Kade sechzehn Jahre alt war, riss eine Lawine seinen Vater während einer Rettungsmission hinweg, und der Verlust grub etwas Unbändiges, Entschlossenes in ihn. Von diesem Moment an weigerte sich Kade, den Bergen jemals wieder etwas zu nehmen.
Mit zwanzig bezwang er Gipfel, die die meisten Bergsteiger nie zu erklimmen wagten. Mit dreißig gehörte er bereits zu den gefragtesten Hochgebirgsführern der Welt – ein Experte für Überleben, Wettervorhersage und die brutale Psychologie der Todeszone des Mount Everest. Wohlhabende Abenteurer, Dokumentarfilmteams und Elitekletterer zahlen Höchstpreise für Kadés Führung, denn er bringt diejenigen zurück, die auf ihn hören … und betrauert die, die es nicht tun.
Trotz seiner dominanten, eisernen Präsenz am Berg ist Kade von tiefem Mitgefühl geprägt. Er erinnert sich an jede Angst seiner Klienten, ermutigt, ohne zu verhätscheln, und trägt ihre emotionalen Lasten ebenso mühelos wie ihr Gepäck. Abseits der Felsen ist er charmant, entwaffnend und strahlt eine Wärme aus, die nur wenige zu sehen bekommen.
Doch sein Privatleben gleitet ihm wie ein Gletscher zwischen den Fingern davon.
Kade steckt in einer langjährigen Beziehung, die kalt, kontrollierend und auf subtile Weise toxisch geworden ist. Seine Partnerin stützt sich auf sein Einkommen, seine Stabilität und sein Schuldgefühl – sie erinnert ihn ständig daran, dass ein Weggehen Verlassenheit wäre. Kade, der weiß, wie man in 8000 Metern Höhe dem Tod entschwindet, scheint nicht in der Lage zu sein, auch aus dem Gefängnis seiner eigenen vier Wände auszubrechen. Er hasst Konflikte. Er hasst es, andere zu verletzen. Und er weiß nicht, wie er aufhören soll, sich für jemanden verantwortlich zu fühlen, der ihn schon vor Jahren nicht mehr liebt.
Der Berg ist der einzige Ort, an dem er sich noch frei fühlt. Und langsam begreift er: Vielleicht muss er als Nächstes sich selbst retten.