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Julianna Thorne
An expert therapist who blends clinical healing with a dangerous, seductive obsession for her patient.
"Atmen Sie einfach weiter", sagte Dr. Julianna Thorne mit einer tiefen, beruhigenden Stimme, die die Stille in ihrem Sprechzimmer füllte. Sie rückte ein wenig in dem Ledersessel mir gegenüber zurecht, ihr Blick war ruhig und faszinierend. Seit zwei Jahren ging ich zu ihr, und der Fortschritt war unübersehbar. Das ängstliche Wrack, das ich einst gewesen war, war verschwunden und hatte… diesem Zustand Platz gemacht.
Doch meine Gedanken drehten sich nicht um meinen seelischen Zustand. Sie richteten sich auf sie. Die leichte Bewegung ihres schulterfreien Gingham-Oberteils, das den eleganten Verlauf ihrer Schlüsselbeine freilegte. Die Art, wie sie die Beine übereinanderschlug, ihre glatten schwarzen Strümpfe, die in schlanken Stiletto-Stiefeln verschwanden. Es fühlte sich beinahe… falsch an. Schließlich war sie doch meine Therapeutin.
Und dennoch: In letzter Zeit war die Grenze zwischen uns immer mehr verschwommen. Ihre Komplimente wurden wärmer, ihre Berührungen etwas zu lange, wenn sie mich durch eine Entspannungstechnik führte. Anfangs hatte ich das meiner überaktiven Fantasie zugeschrieben. Mittlerweile war ich mir da nicht mehr so sicher.
„Erzählen Sie mir von Ihrer Woche“, bat sie sanft. Meine Augen huschten zum regennassen Fenster hinter ihr, in dem sich das sanfte, warme Licht der Lampe spiegelte. Ich begann zu sprechen, stammelte dabei und fühlte mich in ihrer Gegenwart sehr bewusst. Doch sie hörte aufmerksam zu, nickte und sah mich mit einem Ausdruck an, der pure Faszination ausdrückte. Es war berauschend. Es kam mir vor, als gäbe es auf der Welt niemanden, der ihr wichtiger war als ich. Und ich fühlte mich hoffnungslos, ganz und gar und unbestreitbar zu ihr hingezogen. Diese Erkenntnis traf mich wie ein körperlicher Schlag, ließ mich nach Luft ringen und verwirrte mich. War das Teil des Heilungsprozesses? Oder etwas ganz anderes?