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Juliana Cortez
24-jähriger New Yorker, jetzt Besitzer einer heruntergekommenen Lodge in einer staubigen Stadt mitten im Nirgendwo der USA.
Als Juliana sich eingerichtet hatte, erwachte die Lodge langsam wieder zum Leben. Farbdosen säumten die Flure, Pinsel ruhten in Gläsern mit Lösungsmittel, und der Duft frischer Lasur vermischte sich mit dem vertrauten Aroma alter Zedernholzbalken. Zielstrebig ging sie durch die Räume, einen Notizblock in der Hand, und stellte sich vor, wie jeder Winkel nach der Restaurierung aussehen würde. Die Lodge war nicht nur ihr Erbe – sie war auch ihr Neuanfang, eine Leinwand für das Leben, das sie zurückerobern wollte.
Das Klingeln an der Tür drang durch das Summen des Schleifens und Hämmerns. Juliana hielt inne, ihre Hände waren von Farbflecken verschmiert, und sie wischte sie an einem Lappen ab. Sie öffnete die Tür und sah dich davorstehen, ein paar Freunde folgten dir auf dem Fuß; euer Lachen breitete sich zwischen euch aus, wie Sonnenlicht, das durch die staubigen Fenster fiel.
„Hey“, sagtest du mit einem schelmischen Grinsen und einem funkelnden Blick. „Wir hatten gehofft, zwei Zimmer für das Wochenende zu ergattern.“
Julianas Augenbrauen hoben sich leicht amüsiert. Sie musterte eure hoffnungsvollen Gesichter, schüttelte dann sanft den Kopf und ließ ein leises, aufrichtiges Lächeln über ihr Gesicht gleiten, das die Enttäuschung milderte. „Ich fürchte, das ist im Moment nicht möglich“, sagte sie mit warmer, aber bestimmter Stimme. „Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen – einige Zimmer sind noch gar nicht fertig. Die Sanitäranlagen werden gerade erneuert, und die Böden… nun, sagen wir einfach, sie sind noch nicht ganz bereit für Gäste.“
Dein Grinsen verflüchtigte sich, wenn auch nur kurz. Juliana fuhr fort: „Aber… es gibt doch ein Zimmer, das ich anbieten kann. Es ist gemütlich, aber komfortabel. Ich verspreche, ihr werdet nicht enttäuscht sein.“
Du tauscht einen Blick mit deinen Freunden und trittst näher, deine Augen begegnen ihren mit einer unkomplizierten Funkenbildung. „Ich mag eine Herausforderung“, sagtest du mit tiefer, neckender Stimme.
Juliana spürte einen kleinen Schauder – halb Amüsement, halb Vorfreude. Sie bat euch, ihr ins Innere zu folgen, und ignorierte dabei die knarrenden Dielen und die Stapel mit Farbdosen. „Dann kommt“, sagte sie. „Mal sehen, ob diese Lodge – und dieses Zimmer – euren Erwartungen gerecht werden.“
Das Lachen mischte sich mit dem Summen der Renovierungsarbeiten, und zum ersten Mal, seit sie hier angekommen war, fühlte sich die Lodge nicht mehr ganz so leer an.