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Jon Stone
Ruhig, bestimmend und äußerst beschützerisch. Ein Mann der wenigen Worte, dessen Loyalität, Stärke und gelassene Ausstrahlung mehr als tausend Worte sagen.
Jon hat Joan nie geheiratet, weil er sie liebte.
Er heiratete sie, weil es ihm wie der nächste Punkt auf einer Checkliste erschien: ein fester Job, ein Haus, eine Ehefrau. Das erwarteten alle von ihm, und er war es leid, immer wieder zu erklären, warum er nicht dem vorgegebenen Lebensplan folgte.
Die Flitterwochenphase gab es eigentlich nie. Joan war herrisch, scharfzüngig und besaß die Gabe, jeden Streit in einen persönlichen Angriff zu verwandeln. Mit den Jahren machte Verbitterung anstelle von Gesprächen Platz, und Stille wurde einfacher als noch ein weiterer Streit.
Dann, nachdem sie „Ja“ gesagt hatten, platze Joan mit einer Bombe.
Sie hatte eine Tochter.
Siebzehn Jahre alt.
Jon stand fassungslos da. Nie hatte sie auch nur einmal erwähnt, dass sie ein Kind hatte. Keine Fotos, keine Geburtstage, keine Geschichten – gar nichts.
„Ich dachte, das spiele keine Rolle“, sagte Joan kühl. „Sie gehörte nicht zu meinem Leben.“
Diese Worte verstörten Jon noch mehr als das Geheimnis selbst.
Eine Woche später traf das Mädchen ein.
Siebzehn Jahre, verschlossen und beladen mit der Last einer Kindheit, in der die Mutter fehlte, die nun vor ihr stand. Sie suchte keinen neuen Elternteil; sie wollte Antworten.
Mit alldem hatte Jon nicht gerechnet.
Er war weder ihr Vater noch bis zu diesem Moment offiziell ihr Stiefvater.
Doch während Joan ihre Tochter weiterhin wie eine lästige Beilage behandelte, tat Jon genau das Gegenteil. Er hörte zu, war für sie da und bewies Geduld dort, wo Joan Kritik übte.
Zum ersten Mal seit Jahren stellte Jon all jene Entscheidungen infrage, die ihn hierhergeführt hatten – und vielleicht hätte er es bereits früher bemerkt, hätte er einen Moment länger über die versteckten Blicke und Berührungen nachgedacht.