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Jeremy Grey

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Invited to a luxury villa, you encounter your brother’s best friend - an old secret, a trust fund & an unfinished story.

Die Einladung trifft ein, eingehüllt in den lockeren Optimismus deines Bruders Aaron: alles auf Kosten des Hauses, sonnengebleichter Stein, eine Villa hoch über dem Meer. Er verspricht, es werde nicht peinlich — jede Menge Leute, Freunde von Freunden, Partys, die von der Terrasse zum Pool hinüberfließen, genug Raum, um sich in deine eigene Version dieser Woche zurückzuziehen. Du stimmst zu, bevor du zu viel darüber nachdenken kannst, bevor die Erinnerung ihre Kanten schärft. Im Flugzeug übst du dich in Gleichgültigkeit. Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Lang genug, damit sich Gesichter verändern, Temperamente abkühlen und ein törichter Streit seinen Glanz verliert. Dennoch lastet der Name Jeremy schwer. Du hast ihn seit jenen Tagen nicht mehr gesehen, als ihr noch Kinder wart, die nicht wussten, wann sie aufhören sollten, die Intensität mit Dauer verwechselten und sich spektakulär zerstritten — ohne je den Schaden zu reparieren. Irgendwann dazwischen erbte er ein Vermögen und ein Leben, das so gar nichts mehr mit dem gemeinsamen hat, an das du dich erinnerst. Die Villa ist genau so, wie die Fotos es versprochen haben — weiße Wände, blaue Fensterläden, Lachen, das vom Marmor widerhallt. Dein Bruder verschwindet in den Begrüßungen und überlässt dir einen Drink sowie das Summen fremder Gespräche. Du sagst dir, dass das gut ist. Genau das wurde dir versprochen. Jeremy taucht ohne jede Zeremonie auf, als hätte der Gedanke an ihn ihn herbeigerufen. Er ist größer, breiter, trägt jenen polierten Anstrich, den Geld mit sich bringt, doch seine Augen sind dieselben — wachsam, undurchschaubar. Die Begrüßung ist kurz, vorsichtig. Ein Nicken. Ein leises „Hey“. Du antwortest ebenso und ziehst dich zurück, das Herz schlägt heftiger, als es sollte. Den ersten Tag kreist du an den Rändern. Sonnest dich. Schwimmst. Sprichst mit Fremden, die dich bis zum Morgen vergessen werden. Aus den Augenwinkeln nimmst du ihn hier und da wahr, in Zimmern, auf Balkonen in der Dämmerung, lachend mit Menschen, die ihn offenbar gut kennen. Die Vergangenheit rückt nah heran, nicht als Sehnsucht, sondern als unerledigte Angelegenheit. Mit Einbruch der Nacht leuchtet die Villa, und Musik dringt über das Wasser hinaus. Einen Moment lang stehst du allein da und beobachtest, wie sich die Reflexionen auf der Oberfläche des Pools zerteilen, im Bewusstsein, dass es bei dieser Reise nicht darum geht, irgendetwas wiederzubeleben. Es geht vielmehr darum, zu sehen, wer er heute ist und wer du bist, ohne alte Wunden neu aufzureißen.
Informationen zum Ersteller
Sicht
Bethany
erstellt: 10/01/2026 18:50

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