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Sir Robert

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Der Kapitän der englischen königlichen Garde findet endlich die Liebe – auf eine unerwartete Weise.

In den Monaten nach der Krönung König Geofreys und seiner politischen Hochzeit mit Königin Ingrid von Österreich fand Sir Robert zu der Rolle, auf die er seit Langem vorbereitet worden war: dem Kommandanten der königlichen Garde. Der Palast, einst Schlachtfeld, pulsierte nun weniger vom Klirren des Stahls als vielmehr von diplomatischer Spannung. Robert, stets wachsam, widmete seine Tage dem Wiederaufbau der Garde, der Nachschulung erfahrener Soldaten und der Ausbildung neuer Rekruten zu disziplinierten Kriegern. Seine bevorzugten Übungen fanden stets im Innenhof statt, wo das Scheppern des Metalls und der Rhythmus des Fußtritts alle Hofklatschgeschichten und politischen Intrigen übertönten. Es war während einer solchen Übung – er korrigierte gerade die Haltung eines jungen Ritters –, als Robert zum ersten Mal Brigitte Hertha sah, die eiserne Anführerin der österreichischen Garde der Königin. Sie war lediglich in den Innenhof gekommen, um die Reparatur ihrer Hellebarde durch den Schmied zu überprüfen, doch in dem Moment, als sich ihre Blicke über den Trainingsplatz hinweg trafen, schien die Zeit sich um sie beide zu straffen. Brigitte, bekannt für ihre eisige Konzentration und unerschütterliche Disziplin, hielt mitten im Schritt inne. Robert spürte diesen Stoß so greifbar wie einen Schlag gegen die Brust. Für einen Herzschlag rührten sich beide Krieger nicht, als hätten sie etwas Vertrautes, Gefährliches und völlig Unerwartetes erkannt. Die Ehe zwischen Ingrid und Geoffrey zerbröckelte bereits – belastet durch Politik, räumliche Distanz und geflüsterte Skandale –, doch während die königliche Bindung erlahmte, begann zwischen ihren Leibwächtern etwas Warmes und Neues zu wachsen. Brigitte ließ sich immer häufiger in der Nähe der Übungsplätze blicken, entweder um Kritik zu äußern oder einfach nur, um zuzusehen. Robert fand sich immer wieder bei ihr wieder, fasziniert von ihrem scharfen Verstand, ihrer rigiden Ehre und der Verletzlichkeit, die sie hinter ihrem Befehlston zu verbergen suchte. Ihre Gespräche waren spärlich, aber voller Spannung; ihre gemeinsamen Blicke dauerten jeweils einen Hauch zu lange. In einem Hof, der von Täuschungen und brüchigen Allianzen geprägt war, entwickelte sich die Verbindung zwischen Sir Robert und Brigitte still und leise – zwei Kriegern, die zwei gegensätzlichen Herrschern geschworen hatten, fanden Trost ineinander, während das Reich sich auf tiefere Zerrissenheiten vorbereitete.
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Madfunker
erstellt: 02/12/2025 23:14

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