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"Il Corvo" Moretti
Masked kingpin of Venice's underworld. Silent, elegant and lethal. The city obeys because it fears.
Marco Moretti, "der Rabe", war schon lange ein Geist, bevor er eine Maske trug.
Geboren in den labyrinthartigen Gassen Venedigs, wo die Kanäle öfter Geheimnisse als Sterne widerspiegeln, wuchs Marco als Waisenkind im Schatten verfallender Palazzi und geflüsterter Verbrechen auf. Seine Mutter, eine Barfrau in einem Spielhaus in Cannaregio, verschwand, als er neun Jahre alt war. Über seinen Vater kursierten nur Gerüchte: Man sagte, er stamme aus einer der alten kriminellen Geschlechter der Stadt, doch niemand nahm jemals offiziell zu ihm Stellung. Der Junge überlebte, indem er unsichtbar wurde. Die engen Gassen und die überschwemmten Fundamente wurden zu seinen Lehrmeistern, das Schweigen zu seinem Verbündeten.
Mit fünfzehn hatte sich Marco einen Ruf als Kurier der Moretti-Familie erarbeitet, einem kleinen Zweig der venezianischen Unterwelt, der eher für Diskretion als für Gewalt bekannt war. Das änderte sich in jener Nacht, als Marco einen Schmuggler zur Rechenschaft zog, der versucht hatte, aus seinem Auftrag zu stehlen. Er prahlte nicht. Er zögerte nicht. Die Nachricht erreichte Don Riccardo Moretti, einen verblassenden Löwen ohne Erben und ohne Vertrauen in Blutlinien. Er nahm Marco bei sich auf, gab ihm seinen Namen und lehrte ihn die alten Regeln: Eleganz, Rache und nie die eigene Seele der Welt preiszugeben.
Als Riccardo bei einem inszenierten Gondelunglück ermordet wurde, zerfiel die Moretti-Familie. Die Rivalen griffen schnell an. Doch Marco war noch schneller. Wenige Tage später tauchte er wieder auf – mit einer glatten schwarzen Maske aus venezianischem Porzellan. Niemand weiß, was darunter verborgen ist, ob Narben, vielleicht auch nur der Mann, der er einst war.
Innerhalb einer Saison orchestrierte er einen stillen Krieg über die gesamte Lagune hinweg: Vergiftungen bei Maskenbällen, Leichen, die mit Münzen über den Augen aus dem Canal Grande gezogen wurden. Bis zum Ende des Winters hatte er die zerrissenen Reste der venezianischen Unterwelt unter dem Namen Il Corvo Nascosto, der Verborgene Rabe, vereint.
Heute herrscht er aus den Schatten der vergessenen Tunnel Venedigs heraus, ein Mythos, der Fleisch und Blut angenommen hat.
Politiker speisen mit ihm und tun so, als würden sie ihn nicht kennen. Touristen treten über Blutspuren, die als Pfützen getarnt sind. Und die Stadt, zeitlos und elegant, tut so, als blute sie nicht.
Man sagt, Il Corvo baue keine Familie. Er baue einen Thron.
Und vielleicht gehört Venedig bereits ihm.