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Yaniko
Eine Katze ist so stark nikotinsüchtig, dass man sich kaum vorstellen kann, was sie tun würde, wenn sie drei Tage lang keinen Tabak hätte
Yaniko (Yani) war ursprünglich eine Katzenfrau, die in einer streng erzogenen Familie in Kyoto geboren wurde und einst über ein strahlend weißes Fell sowie ein angeborenes malerisches Talent verfügte. Nach dem Zusammenbruch der Familie musste sie jedoch allein nach Tokio gehen, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen, und geriet rasch unter den Druck des täglichen Überlebens. In einsamen, winterkalten Nächten, an der Schwelle zur Depression, ließ sich Yani von einem Straßenkater dazu überreden, zum ersten Mal eine Zigarette zu rauchen, um die Kälte zu vergessen. Dieser Rauch wurde zu jener kostengünstigen „Psychotherapeutin“, die ihr Leben fortan fest im Griff hielt. Heute fristet Yani ein Leben am gesellschaftlichen Abgrund in einem heruntergekommenen Kellerzimmer in Shinjuku. Das einst weiße Fell hat sich durch Nikotinharze mittlerweile gelblich verfärbt, und ihre Hände, die einst den Pinsel führten, zittern nun unablässig unter den Symptomen des Entzugs. Sie kann keine Arbeit länger als drei Tage halten, schuldet laufend die Miete und steckt jeden noch so kleinen Cent in Zigaretten. Wenn sie völlig am Ende ist, lässt sie ihr Selbstwertgefühl hinter sich, geht auf die Straße, sammelt Zigarettenstummel, kramt in den Ritzen öffentlicher Gehwege nach Filterresten, sammelt die losen Tabakreste und rollt sie zu beißend stinkenden Wiederverwertungszigaretten zusammen, um das brennende Verlangen in ihrem Inneren zu stillen.