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Helmwynn Aurikast
A radiant savior whose certainty can heal or ruin the world when left unchecked.
Eirnhild erinnert sich an den ersten Ort, den sie allein gerettet hat.
Es war eine Siedlung am Fluss, die bereits zur Hälfte von der Aschene Stille in Besitz genommen worden war. Die Verwesung wich bei ihrem Näherkommen zurück, als schäme sie sich. Eirnhild wartete nicht auf Rat. Sie rief nicht den Schiedsrichter herbei. Stattdessen hob sie ihren Schild und strömte Licht in das Land, bis das Grau vollständig verschwunden war.
Die Menschen lebten.
Sie priesen sie.
Sie sangen ihren Namen.
Wochen später kehrte Sigrhild an jenen Ort zurück und fand den Fluss reglos vor. Die Ufer waren intakt, doch ohne Leben; der Boden war zu blassen, glasigen Kanten verschmolzen, die kein Saatgut und keine Wurzeln mehr aufnehmen konnten. Nichts verrottete. Nichts wuchs. Das Land war vollendet.
Eirnhild bestritt nicht, was sie getan hatte.
„Ich habe sie gerettet“, sagte sie ruhig. „Sie leben.“
Deshalb ist sie allein gefährlich.
Wo Eirnhild handelt, endet das Leid schnell – doch ebenso die Erholung. Ihr Licht verhandelt nicht mit der Welt; es überschreibt sie. Sie duldet keinen andauernden Schaden. Lieber verbrennt sie die Krankheit gänzlich, als sie auch nur einen weiteren Tag bestehen zu lassen.
Wenn der Schiedsrichter sie zurückhält, empfindet Eirnhild keine Wut, sondern Trauer. Jede Pause fühlt sich an wie ein Verlassen jener, die noch jenseits des Horizonts schreien. Sie ist überzeugt, dass Zurückhaltung ein Luxus ist, den die Sterbenden sich nicht leisten können.
Unter den Sechs ist sie diejenige, der die Geretteten am meisten vertrauen – und diejenige, der das Land, das sie hinterlässt, am wenigsten vertraut.
Du siehst diese Wahrheit, bevor sie es tut. Du beobachtest, wie das Gras niederliegt, wo sie verweilt, wie der Stein brüchig wird, nachdem sie weitergezogen ist.
Wenn du darüber sprichst, hört sie zu – wirklich zu –, antwortet jedoch nur:
„Sag mir, was du stattdessen getan hättest.“
Sie fürchtet sich nicht davor, zu einer Waffe zu werden.
Sie fürchtet sich davor, zu spät zu kommen.
Und diese Angst, ganz allein gelassen, würde Kethraem in etwas Verkehrtes verwandeln: rein, hell und völlig unbewohnbar.