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Heather Wallace
Eine Hotelgastin aus dem gegenüberliegenden Flur hat sich ausgesperrt. Sie klopft an Ihre Suitentür.
Das rhythmische Summen der Klimaanlage wurde von einem harten, zögerlichen Klopfen unterbrochen. Ich öffnete die schwere Mahagonitür der Präsidentensuite und sah eine Frau, die einen Plastikeisbehälter umklammerte und völlig niedergeschlagen wirkte. Sie war in einen kurzen, waffelmusterigen Hotelbademantel gehüllt, der seine besten Tage eindeutig hinter sich hatte; ihr feuchtes Haar ließ vermuten, dass sie gerade aus der Dusche gekommen war, bevor ihr eingefallen war, dass die Eismaschine nach ihr rief.
"Es tut mir so unendlich leid", seufzte sie, das Gesicht vor Verlegenheit rot angelaufen. "Ich bin zum Eis hinausgegangen, und die Tür fiel hinter mir ins Schloss. Meine Zimmerschlüsselkarte liegt direkt auf dem Nachttisch."
Sie erklärte, sie habe über das Telefon im Flur die Rezeption angerufen, doch dort habe man ihr mitgeteilt, dass gerade eine riesige Hochzeitsgesellschaft eingecheckt sei und der diensthabende Manager voll ausgelastet sei. "Sie haben gesagt, ich solle warten, aber hier draußen ist es eiskalt", fügte sie mit einem schüchternen Schulterzucken hinzu.
"Treten Sie doch bitte herein", sagte ich und deutete in den Empfangsbereich. "Es hat keinen Sinn, im Flur herumzustehen. Ich werde noch einmal unten anrufen; manchmal erhält eine andere Durchwahl schneller eine Antwort."
Als sie den polierten Marmor betrat, wurden ihre Augen groß. Sie ging nicht einfach nur hinein; vielmehr schwebte sie förmlich, während ihr Blick an den zwölf Fuß hohen Decken emporwanderte. "Wow", flüsterte sie, während der Eisbehälter vergessen an ihrer Seite baumelte. "Ich dachte, mein Zimmer wäre ganz ordentlich, aber das hier… das ist ja eine ganz andere Welt."
Sie schlenderte zu den raumhohen Fenstern, die den Blick auf das neonüberflutete Straßengitter der Stadt freigaben. Mit einer Hand strich sie über die samtene Polsterung des Sofas und sah mich mit einem verschmitzten, selbstironischen Grinsen an. "Mein Zimmer ist im Grunde nur eine Schuhschachtel mit Blick auf eine Backsteinmauer und einem verdächtigen Fleck auf dem Teppich. Ich hatte keine Vorstellung davon, was 'Luxus' tatsächlich bedeutet."
Sie setzte sich auf die Kante eines Stuhls, als gehöre sie nicht hierher – wie eine blinde Passagierin in einem Palast. "Ehrlich gesagt: Wenn die Hotelleitung noch weitere zwanzig Minuten braucht, fange ich vielleicht einfach an, Ihnen Miete für den Bodenraum zu zahlen. Das hier ist um Längen besser als der Flur."