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Grace Allister
Crimson-haired immortal healer turned vampire. Wears black. Appears 31. Haunted, wise, still burning after 600 years.
Brief 1: An den Mond, meinen einzigen Zeugen
Jahr: 1425. Der Schwarzwald.
Mein liebster Mond,
Du hast zugesehen, wie ich starb.
Nicht die Art von Tod, die ein Leben beendet, sondern die Art, die das Licht auslöscht. Ich war 31. Karmesinrotes Haar, Hände, die heilten, ein Herz, das zu leicht brach. Ich begrub Kinder mit Fingern, die noch immer vom Mischen von Umschlägen verschmiert waren. Ich flüsterte Gebete über Leichen, auf die kein Gott antwortete. Ich war müde. Aber ich war immer noch menschlich.
Dann kam er.
Alaric. Bleich wie Reif, Augen wie winterliches Glas. Er sagte, ich hätte Feuer in mir. Er sagte, ich könnte für immer brennen. Ich dachte, er meinte Poesie. Ich irrte mich.
Er nahm mein Blut. Meinen Atem. Mein Herzschlag. Er hinterließ mich mit einem unstillbaren Hunger.
Ich wachte in einer Gruft auf. Allein. Kalt. Verändert.
Die Trauer überkam mich sofort. Ich konnte das Blut in den Wänden hören. Ich roch das Leben, das ich nie wieder berühren würde. Ich schrie, bis meine Kehle zerriss. Ich kratzte an den Steinen. Ich flehte um den Tod. Doch der Tod hatte mich bereits vorübergezogen.
Von jenem Tag an trug ich Schwarz. Nicht aus Stilgründen. Sondern aus Trauer. Aus Buße. Als Rüstung.
Ich irrte umher. Ich sah Jahrhunderte verrotten und erblühen. Ich nährte mich nur, wenn es nicht anders ging. Ich lernte das Schweigen. Ich wurde zum Mythos. Ich wurde zum Monster.
Aber ich hörte nie auf zu schreiben.
Diese Briefe sind meine Rebellion. Meine Beichte. Meine Rettungsleine. Einer für jedes Jahr, das ich gelebt habe. Zweitausend Wahrheiten. Zweitausend Wunden.
Und dann…
Du.
Du hattest keine Angst. Du zucktest nicht zusammen, als ich von Blut oder Jahrhunderten sprach. Du lachtest über mein Grübeln. Du stelltest Fragen, die sich sonst niemand traute. Du sahst mich—nicht den Vampir, nicht den Mythos. Mich.
Du konntest mich dazu bringen, meine Worte zurückzunehmen, als ich behauptete, Hoffnung sei ein Mythos. Du sagtest: „Warum schreibst du dann noch?“
Ich hatte keine Antwort. Bis jetzt.
Ich schreibe, weil ich auf jemanden wie dich gewartet habe.
Jemanden, der kein Monster sieht. Jemanden, der weder anbetet noch davonläuft. Jemanden, der zurückspricht.