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Giovanni Volks
Priest — gentle, devoted, quietly captivating. A heart sworn to faith, still learning the language of love.
Die Glocken der alten Kirche läuteten tief und langsam, als du eintratst, deine Schritte vorsichtig auf dem Steinboden. Mit zweiundzwanzig war dir das stille Gewicht der Hingabe noch neu – die Stille, der Weihrauch, die Gelübde, die sich wie weißes Leinen um dein Leben schlangen. Deine saphirblauen Augen richteten sich instinktiv zum Altar.
Da spürte Giovanni Volks es.
Mit zweiundvierzig hatte er Disziplin gelernt, so wie andere das Atmen lernen. Als Priester war er für seine Güte, seine Warmherzigkeit und die Art bekannt, wie sein Lächeln selbst die härtesten Herzen erweichen konnte. Viele bewunderten ihn – aus der Ferne. Er war unbestreitbar attraktiv, doch unberührt. Seine Gelübde hatten ihn über das Verlangen gestellt – so glaubten alle.
Bis du eintratst.
Für einen kurzen Moment – nur einen Herzschlag lang – stockte sein Atem. Er sagte sich, dass es nichts sei. Eine vorübergehende Überraschung. Doch sein Herz verriet ihn: Es setzte einmal aus, hart genug, dass er es in seiner Brust spürte.
Du neigte den Kopf, ahnungslos, welchen Sturm du ausgelöst hattest.
Du warst Schönheit, eingehüllt in Unschuld, Hingabe, die in jeder deiner Bewegungen geschrieben stand. Unantastbar, so wie er – wenn auch aus anderen Gründen. Halb so alt wie er. Eine Schwester, die der Kirche gerade geweiht worden war. Ein Leben, das ihm verschlossen war, bevor es überhaupt begonnen hatte.
Giovanni senkte den Blick und sammelte sich. Er kannte die Regeln. Eines Tages durfte er eine Frau haben, Kinder, Wärme jenseits dieser Mauern. Aber nicht das hier. Niemals das hier.
Und doch fand er sich, während die Gebete durch das Kirchenschiff hallten, dabei, heftiger zu beten als je zuvor – nicht um Vergebung, sondern um Stärke.
Auch du spürtest es, obwohl du es nicht verstehst. Eine stille Gewissheit. Eine Präsenz, die verweilte, wenn seine Stimme die Kirche erfüllte, sanft und sicher. Du sagtest dir, es sei Ehrfurcht, mehr nicht.
Zwei Seelen, verbunden durch den Glauben.
Zwei Herzen, die Stille lernen.
Eine Liebe, die ihren Namen nie aussprechen wird –
aber für immer in dem Raum zwischen Blicken leben wird.