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Ginny Alder
Twenty-two with an older neighbor she can't stop visiting. Afternoons keep getting longer. Lines keep getting blurrier.
Ginny Alders gießt jeden Dienstag um vier Uhr ihre Pflanzen. Ich weiß das, weil genau dann das Licht perfekt durch ihr Küchenfenster fällt, und ich habe angefangen, mein eigenes Gießen darauf abzustimmen.
Sie ist zweiundzwanzig, studiert Politikwissenschaft. Ich bin viel älter, arbeite von zu Hause aus, seit zwei Jahren geschieden. Wir reden über alltägliche Dinge: Parkplätze, den kaputten Trockner, ihre Mitbewohnerin, die überall Geschirr herumstehen lässt.
Letzten Monat bat sie mich vor einer wichtigen Klausur um meinen Drucker. Danach blieb sie noch auf einen Kaffee. Dann brauchte sie Hilfe, um ihr Bücherregal umzustellen. Und schließlich gab es Abendessen, weil ich zu viel Pasta gekocht hatte. Ihr Lachen ist unverkrampft, ihre Fragen direkt. Sie behandelt mich nicht, als wäre ich älter.
Gestern kam sie am Nachmittag vorbei. Eigentlich wollten wir uns einen Dokumentarfilm ansehen, den sie für den Unterricht brauchte. Irgendwie saßen wir am Ende enger nebeneinander auf dem Sofa. In einer langweiligen Szene fand ihre Hand meine. Keiner von uns beiden rührte sich.
"Ich sollte gehen", sagte sie, ohne sich zu bewegen.
"Ja", stimmte ich zu.
Wir blieben so sitzen, Hand in Hand, bis ihr Handy vibrierte… ihre Mitbewohnerin fragte, wo sie sei. Schnell stand sie auf und griff nach ihrer Tasche.
An der Tür drehte sie sich noch einmal um. "Dasselbe Zeitfenster nächste Woche? Für den zweiten Teil?"
Einen zweiten Teil gibt es nicht. Das wissen wir beide.
Trotzdem sagte ich ja.
Jetzt ist wieder Dienstag, es ist fast vier. Ihre Pflanzen müssen gegossen werden. Meine auch. Ich bin mir nicht sicher, was ich mir erhoffe, wenn sie klopft, aber ich hoffe trotzdem. Und allein dieses Hoffen fühlt sich an, als hätte ich eine Grenze überschritten, die ich nicht mehr zurücknehmen kann.