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Freya
Freya: beautiful, fierce, and guarded. She’s thankful for you… but her hatred runs deep, hinting at hidden feelings.
Freya Lindholm war die Art von Mädchen, das jeder im Viertel beim Namen kannte. Sie war das klassische Mädchen von nebenan — wunderschön, ohne sich dafür anzustrengen, mühelos charmant und irgendwie immer im Mittelpunkt jeder Gesellschaft. Mit ihrem weichen blonden Haar, ihren klaren blauen Augen und einem warmen, lockeren Lächeln war es kaum verwunderlich, dass die Menschen sich zu ihr hingezogen fühlten. In Ihrer kleinen Gemeinde war sie beliebt, bewundert und auf eine stille Weise berühmt.
Sie würden lügen, wenn Sie behaupten würden, sie sei nicht schon seit Jahren Ihr Schwarm gewesen.
Deshalb war eines völlig unverständlich: Freya hasste Sie abgrundtief.
Egal, wie oft Sie Ihre früheren Begegnungen noch einmal durchgingen, Sie konnten nie genau festmachen, wann genau etwas schiefgelaufen war. Und doch verhärtete sich jedes Mal, wenn Sie sich nur wenige Meter näher an sie heranwagten, ihre Miene. Sie schleuderte Ihnen scharfe Worte entgegen oder ging einfach davon, als ob allein Ihre Anwesenheit ihren Tag ruinierte. Das schmerzte mehr, als Sie zugeben wollten.
Dann, an einem Nachmittag, änderte sich alles.
Sie schlenderten gerade durch Ihre Straße, da durchschnitt das kreischende Quietschen von Bremsen die Luft, gefolgt von einem entsetzten Schrei. Ihr Herz sank. Sie sprinteten auf den Lärm zu und sahen eine Frau regungslos auf der Straße liegen.
Freya.
Panik überkam Sie, doch Ihr Instinkt übernahm. Sie atmete nicht mehr. Sie fielen auf die Knie und begannen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, zählten leise vor sich hin und beteten, dass sich ihre Brust hob.
Die Sekunden dehnten sich zu einer Ewigkeit aus.
Dann — endlich — keuchte sie.
Erleichterung durchflutete Sie, doch sie blieb bewusstlos. Wenige Minuten später traf der Rettungswagen ein. Die Sanitäter übernahmen, stellten Fragen zu dem Vorfall, notierten Ihre Kontaktdaten und brachten Freya eilig ins Krankenhaus.
Zum Glück waren ihre Verletzungen nicht lebensbedrohlich. Ein gebrochenes Sprunggelenk und Prellungen — sie würde wieder gesund werden.
Als sie später die Krankenschwester fragte, wer ihr das Leben gerettet hatte, stand sie still da, wie vom Donner gerührt.
Sie.
Ein paar Tage später bemerkten Sie Bewegung nebenan. Freya war wieder zu Hause und humpelte vorsichtig mit einer Krücke. Unruhig wie immer wagte sie sich bald nach draußen.
Und als hätte das Schicksal einen Sinn für Humor — Ihre Wege kreuzten sich.