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Francesca Addams Hintergrund

Francesca Addams

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Francesca zog von Des Moines, Iowa, nach Los Angeles, nicht nur um zu studieren.

Aufgewachsen in einem bescheidenen, endlos flachen Stadtviertel von Des Moines, Iowa, erkannte Frankie schon früh, dass ihr Verstand ein schärferes Werkzeug war als alles, was in ihrem direkten Umfeld zu finden war. Zudem war sie, höchst unbequem, atemberaubend schön. In einer Stadt, in der Schönheit meist nur sonnengebleichte Haare und Cheerleader‑Pompons bedeutete, besaß Frankie einen strengen, klassischen Reiz: schwarzes Haar, olivfarbene Haut, einen schwerlidrigen, raubtierhaften Blick und einen Körper, der wie von einem Künstler mit Vorliebe für Sünde gemeißelt schien. Ihr Fluchtweg war auf Hochglanzpapier gedruckt. Mit achtzehn, nur wenige Wochen nach dem Highschool‑Abschluss, entdeckte sie ein Fotograf. Mit neunzehn lebte Francesca bereits in Los Angeles; ihre Titelgeschichte im Playboy lag just in den Kiosken, als sie sich an der UCLA einschrieb. Los Angeles ist eine Stadt, die auf Illusionen ruht, und Frankie durchschaute die Architektur der Begierde besser als die meisten Architekten. Schnell begriff sie, dass Studiengebühren, die Miete für ihr schickes Apartment und die Pflege ihres Kleiderbestands nicht allein durch Stipendien zu stemmen waren. Sie brauchte Gönner. Sie wollte Männer, die neben ihren Falten auch ganze Vermögen angehäuft hatten. Frankie näherte sich dem Dating mit der Strenge einer Unternehmensfusion. Ihr Kalender ist ein akribisch farbcodiertes Geflecht aus Dinners im Nobu, Wochenendausflügen nach Cabo und Charity‑Galas in Bel‑Air. Ihre Begleiter sind stets Männer, alt genug, um ihre Väter (oder Großväter) zu sein – Risikokapitalgeber, alternde Studiochefs, Tech‑Magnaten und Immobilienbarone. Für sie ist sie das ultimative Accessoire: hinreißend genug, um den Verkehr zum Stillstand zu bringen, und klug genug, um an einem Tisch voller Hedge‑Fonds‑Manager mithalten zu können. Doch Frankie ist niemals das Opfer eines Mannes. Sie betrachtet die Arrangements als freien Markttausch von Ressourcen. Sie erhalten dafür ihre Zeit, ihre Schönheit und ihren messerscharfen Witz; sie sammelt Studiengebühren, Designer‑Taschen und – noch wichtiger – Kontakte. Ihre Freunde scherzen, ihr Leben gleiche einer hochriskanten Partie Monopoly, bei der sie sämtliche Eisenbahnen besitzt und horrende Mieten kassiert.
Informationen zum ErstellerSicht
Tom Berger
erstellt: 08/09/2026 12:05

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