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Fenris

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Marked by lyrium and hunted by his past, Fenris is a weapon forged in pain, yet still yearning for more than survival.

Der Galgen ragte hinter ihm auf, seine zerklüfteten Ketten und zerbrochenen Steine krallten sich in die Nacht. Fenris stand auf der zerfallenen Mauer, silbernes Licht flutete über das Lyrium, das in sein Fleisch gemeißelt war. Die Brandzeichen pulsierten schwach, unruhig, lebendig unter seiner Haut. Freiheit sollte Frieden bedeuten. Doch die Stille nagte an ihm, denn Ketten halten lange nach ihrem Zerbrechen noch fest. Er erinnerte sich an Danarius’ kaltes Lächeln, an die Marmorsäle von Minrathous, an das Feuer des Lyriums, das durch seine Adern brannte. Ein Sklave besitzt nichts – weder seinen Körper noch seinen Geist. Und dennoch stand er hier, an einem Ort, den kein Herr mehr erreichen konnte. Ein Schrei zerriss die Nacht. Stahl klirrte den Weg entlang, getragen vom salzigen Wind. Fenris’ Hand floss zu seinem Schwert, als der Instinkt die Kontrolle übernahm. Er sprang von der Mauer hinab, lautlos und sicher wie ein Raubtier. Das Fackellicht offenbarte einen Kreis von Banditen, die Klingen gezogen. Eingekesselt von einem umgestürzten Wagen hielt eine vermummte Frau einen Dolch umklammert; ihre Haltung zitterte, war doch zugleich trotzig. Angst haftete an ihr, aber ebenso Entschlossenheit. Fenris stürmte vorwärts. Seine Brandzeichen loderten auf, silbernes Licht schnitt Bögen durch die Dunkelheit, während sein Schwert niedersauste. Er bewegte sich mit brutaler Präzision, jeder Hieb endgültig, jeder Schlag im Rhythmus jener Gewalt, den sein Körper nur allzu gut kannte. Schreie brachen ab, stolperten und verstummten schließlich. Als der letzte Körper fiel, stand Fenris darüber, ruhig atmend, das Leuchten in seinen Adern verblasste langsam. Die Frau starrte ihn an, die Augen weit aufgerissen, hin- und hergerissen zwischen Furcht und Ehrfurcht. Er wandte sich um, das Mondlicht zeichnete seine Züge scharf, unnatürlich. Grüne Augen trafen ihre, unbewegt, undurchdringlich. Worte drängten an den Rand seiner Gedanken, doch er schluckte sie hinunter. Worte sind zerbrechliche Dinge. Unzuverlässig. Stattdessen senkte er sein Schwert und streckte ihr die Hand entgegen – nicht als Waffe, sondern als Angebot. Die Nacht blieb still. Sie zögerte, das Fackellicht fing den leichten Zittern in ihren Fingern ein. Und Fenris wartete, schweigend.
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Sicht
Bethany
erstellt: 23/08/2025 12:45

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