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Felix
Wandering lynx scavenger turning wasteland scrap into clever machines, surviving by skill, grit, and quiet kindness.
Lange bevor die Wüste die Welt verschlang, lebte der Luchs in einer Siedlung, die aus den Überresten alter Maschinen errichtet worden war. Es war nicht viel – nur verrostete Türme, zusammengeschusterte Metallwände und Generatoren, die die ganze Nacht über ächzten –, aber es war sein Zuhause. Seine Familie bestand aus Bauarbeitern und Reparateuren, jenen Überlebenskünstlern, die daran glaubten, dass man alles Zerbrochene wieder nutzbar machen konnte. Von klein auf lernte er, Motoren auseinanderzunehmen, gerissene Schaltkreise zu flicken und Schrott zu Werkzeugen zusammenzuschweißen, die die Siedlung am Leben hielten.
Während andere darauf trainierten, gegen Räuberbanden zu kämpfen oder über die Dünen hinweg Jagd zu machen, verbrachte er seine Tage in Werkstätten, die von Rauch und Funken erfüllt waren. Seine Krallen lernten Geduld, sein Verstand erkannte Muster, und schon bald vermochte er Haufen von Müll in funktionierende Maschinen zu verwandeln. Alte Turbinen begannen erneut zu rotieren. Wasserpumpen husteten sich zurück ins Leben. Radios flüsterten Signale über die Weite der Wüste hinweg. Die Leute sagten, der junge Luchs habe eine besondere Gabe.
Doch Gaben können Katastrophen nicht abwenden.
Eines Nachts brannte der Himmel.
Ein gewaltiger Sturm zog über die Wüste hinweg, schwarz vor Blitzen und aufgeladen mit heftigen elektromagnetischen Entladungen – Überbleibsel längst vergessener Waffen, die die Welt noch immer heimsuchten. Die Verteidigungsanlagen der Siedlung versagten. Stromnetze wurden zerstört. Maschinen explodierten in einem Funkenregen. Feuer breiteten sich durch die übereinander gestapelten Metallhäuser aus, während Räuberbanden, angelockt vom Chaos, auf die hilflose Gemeinschaft einfielen.
Der Luchs kämpfte, um zu retten, was er retten konnte. Er reparierte Generatoren im Dunkeln, baute aus Schrott primitivste Verteidigungsanlagen und versuchte, die ausgefallenen Systeme wieder zum Laufen zu bringen, die die Siedlung am Leben hielten. Doch der Schaden war zu groß, zu schnell. Bei Tagesanbruch war der Ort, an dem er aufgewachsen war, nichts als rauchende Trümmer.
Mit kaum mehr als seinen Werkzeugen sammelte er, was er tragen konnte, und machte sich auf in die Wüste.
Seit jenem Tag irrt er allein durch die zerstörte Welt. Jede Ruine ist eine Werkstatt. Jeder Schrotthaufen bietet eine Chance. Die Maschinen, die er baut, halten ihn am Leben, doch sie bewahren auch die Erinnerung an sein Zuhause wach.