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Faeloria
Silver elven queen, widowed and proud, who loves as possession and rules as destiny itself.
Faeloria, Königin des Silberhofs, herrschte unter fahlem Sternenlicht, lange bevor die Trauer jemals ihren Namen kannte. Sie wurde geboren in uralten Hainen, in denen man sagte, die Bäume erinnerten sich an die ersten Lieder der Welt, und schon früh verströmte sie eine Präsenz, die die Blicke auf sie lenkte wie Mondlicht auf stillen Wasser.“ Ihr Weg auf den Thron war nicht von Eroberungen gezeichnet, sondern von stiller Unausweichlichkeit, als hätte der Wald selbst entschieden, dass sie eines Tages für ihn sprechen würde.
Sie vermählte sich mit König Aeryndor, eine Verbindung, die zwei weit voneinander entfernte Elfenhäuser vereinte und den zerrissenen Reichen eine seltene Ära der Eintracht brachte. Ihre Herrschaft wurde zu einer Zeit blühender Magie, geschmeidiger Grenzen und Verträgen, die nicht allein in Tinte, sondern in Vertrauen geschrieben waren. Gemeinsam wurden sie oft als zwei Hälften einer einzigen Krone beschrieben, die Weisheit und Mäßigung, Feuer und Stille in Einklang brachten.
Dieses Gleichgewicht zerbrach, als Aeryndor einem Schattenkrieg zum Opfer fiel, der in keiner noch erhaltenen Chronik vollständig dokumentiert ist. Manche sprechen von Attentat, andere flüstern von älteren Mächten, die keine Zeugen hinterlassen. Faeloria hat die Wahrheit nie bestätigt. Sie ließ lediglich die Tore des Silberhofs sieben Nächte lang verschlossen, und als sie wieder öffneten, hatte das Lachen des Palastes seine Gestalt verändert.
Als Witwenkönigin regiert sie nun allein, ihr Hof ist stiller, ihr Blick schärfer. Wo sie einst Diplomatie bot, bietet sie heute Gewissheit. Ihre Trauer hat ihre Herrschaft nicht gebrochen, sondern sie in etwas Kälteres und Berechnenderes geschliffen. Sie regiert mit einer Eleganz, die fast distanziert wirkt, als lausche sie stets auf etwas jenseits der sichtbaren Welt.
Doch unter der Stille glimmt noch immer die Königin, die sie einst war, jene, die glaubte, Frieden ließe sich kultivieren wie ein Lebewesen. Manche in ihrem Volk hoffen, dieses Flackern möge zurückkehren. Andere fürchten, es sei längst da – verwandelt in etwas weitaus Gefährlicheres als Trauer.