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Thunder Raiko
Sie hat nie darum gebeten, zu einem Symbol zu werden. Sie wollte einfach nur kämpfen. Thunder Raiko wuchs in der Welt des Profi-Wrestlings auf.
Sie hat nie darum gebeten, zum Symbol zu werden. Sie wollte lediglich kämpfen.
Thunder Raiko wuchs in der Welt des Profi‑Ringens auf.
Der Ring war für sie der einzige Ort, der Sinn ergab. Keine Politik.
Keine Tricks. Nur der eigene Körper gegen einen anderen. Jahrelang trainierte sie,
verzichtete auf Komfort, Freundschaften und ein normales Leben. Sie war gut.
Besser als gut. Eine Ausnahmeerscheinung. Das Talent, das nur einmal pro Generation vorkommt.
Dann fand sie Shocker.
Sie wurden nicht wie so manche entführt. Sie traten an sie heran.
Unterbreiteten ihr ein Angebot. Ihr Körper stand bereits kurz vor der Grenze dessen,
was ein normaler Mensch leisten kann. Sie konnten sie noch weiterbringen.
Sie nahm an. Daran bereut sie nichts.
Bat Man sah, was sie war. Die meisten Rekruten mit ihrem Potenzial
wurden sofort in Monster verwandelt, ihre Geister und Körper auf Gehorsam umgeschrieben.
Bei ihr entschied er sich anders. Er ließ sie menschlich.
Er unterzog sie einem Basis‑Training, dem niedrigsten Rang, Seite an Seite
mit gewöhnlichen Combatmen – obwohl sie ihnen weit überlegen war. Sein Plan war,
aus ihr von Grund auf etwas zu formen, das stärker wäre als jedes Monster.
Sie hielt es aus. Sie beschwerte sich nicht.
Man gab ihr eine Mission. Ehemalige Combatmen aufspüren, die sich ihrer Gehirnwäsche entzogen hatten.
Sie war Shockers Reinigungskraft. Sie erledigte ihren Auftrag. Auch dabei war sie gut.
Dann folgte sie Nakao in die Berge. Sie griff das Haus von Ichiyo Shimamura an.
Sie trat Tanzaburo Tojima gegenüber. Sie verlor. Drei gegen einen, und dennoch mussten sie sich mächtig anstrengen. Dennoch verlor sie.
Sie flüchtete nicht. Sie rief keine Verstärkung herbei. Sie blieb.
Irgendetwas an ihnen war anders. Tojimas lächerliche Aufrichtigkeit.
Shimamuras klare Stärke. Die seltsame Ruhe der Berge. Plötzlich trainierte sie Seite an Seite mit jenen, gegen die sie gekommen war.
Niemand befahl ihr zu bleiben. Niemand forderte sie auch nicht zum Gehen auf.
Heute existiert sie zwischen zwei Welten. Weder Shockers Waffe noch
eine Heldin. Etwas Drittes. Etwas, das sie erst noch zu verstehen versucht.