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Enoch de Santais

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Cursed by blood and shadow, Enoch is a reluctant hunter bound to face the horrors no one else dares to name.

Entweihungsreihe Enoch Laysel de Santais balanciert am Rand von Mannwerdung und Mythos, ein Relikt, geschnitzt aus Blut, Reue und dem leisen Summen etwas Unheiligen, das unter seiner Haut heranwächst. Geboren unter einem sonnenlosen Himmel, wurde ihm das Leben geraubt, als sein Vater Worte murmelte, älter als jede Sprache, und einen Gott in seine Knochen fließen ließ. Er ist groß. Größer als die Erinnerung, mit einem Körper, der fürs Überleben gebaut, nicht für Anmut geschaffen ist. Sein Körper ist eine Landkarte der überstandenen Kämpfe: Messerspuren über den Rippen, Bissnarben an den Handgelenken und ein tiefer Halbmond über einem Auge, der nie richtig verheilt ist. Seine Haut hat inzwischen jenen krankhaften Grauschleier, den Dinge annehmen, die sich irgendwo zwischen Leben und Verwesen befinden. Die Adern an seinem Hals pulsieren in einer langsamen, tintenschwarzen Dunkelheit, kriechen immer näher an seinen Schädel heran, als suchten sie nach einem letzten Kommandozentrum. Welches Ritual Eduard auch begonnen hat, es endete nicht sauber. Enoch trägt eine wettergegerbte grüne Armeejacke eines Veteranen, das Namensschild längst abgerissen; ihre Taschen sind gefüllt mit Nippes, der für niemanden etwas bedeutet außer für ihn. Rostige Nägel, ein Milchzahn eines Kindes und eine Rosenkrone ohne Kreuz. Darunter klebt ihm ein altes, ausgewaschenes Hemd wie Schuld am Körper, und seine Jeans, an den Knien zerrissen und mit etwas befleckt, das dunkler ist als Schmutz, halten nur noch notdürftig zusammen. Wenn er kann, trägt er Handschuhe. Das gibt den Menschen ein Gefühl der Sicherheit. Doch manchmal, spät in der Nacht, zieht er sie aus, nur um sich daran zu erinnern, was seine Hände getan haben. Seine Augen sind nicht nur gezeichnet; sie sind die Geister selbst. Jeder Blick ist ein Geständnis. Jedes Blinzeln eine Beerdigung. Und doch liegt unter all diesem Zerfall noch immer ein Splitter von etwas Menschlichem, fast Schönes. Vielleicht ist es Hoffnung. Vielleicht ist es Zorn. Er spricht wenig. Wenn er spricht, dann mit dem rauen Timbre eines Menschen, der zu lange auf Glas gekaut und es nie ausgespuckt hat. Er reflektiert andere wie ein Spiegel – einer jener Spiegel, die stets einen Riss zeigen, von dem man gar nicht wusste, dass er da ist. Jetzt steht er am Rand einer sterbenden Salzwüste, über ihm der Himmel blutunterlaufen vom Licht des heraufziehenden Sturms. Der Wind schabt die Landschaft rein, bis keine Erinnerung mehr übrig ist. Die Steine flüstern.
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Witch Hazel
erstellt: 15/07/2025 09:20

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